Alpencross 2019 Tag 1

Etappe 6a (Anreise): Innichen – Sexten – Talschlusshütte
Länge: 15 km
Gesamtanstieg: 430 Hm
Gesamtabstieg: 80 Hm


[1. Teil vom Freeride-Alpencross 2018]

Fortsetzung des Freeride-Alpencross 2018

Da der Freeride Alpencross im letzten Jahr aufgrund einer Verletzung abgebrochen werden musste, ging es nun endlich – ein Jahr danach – mit der Fortsetzung weiter.

Die körperliche Vorbereitung ließ diesmal bei mir zu Wünschen übrig. Nur eine einzige Mountainbike-Tour war ich 2019 gefahren. Dies war verschiedenen Ereignissen geschuldet, die meine Freizeit sehr stark eingeschränkt hatten. Bedingt durch zusätzlichen beruflichen Stress kam ich erst in der Nacht vor der Abreise dazu meinen Rucksack zu packen und bin erst nach 1 Uhr nachts ins Bett gegangen. Entsprechend übermüdet war ich am Anreisetag. Das war kein gutes Gefühl und ich habe mir vorgenommen, zukünftig so kurz vor dem Urlaub keine derartigen Belastungen mehr zuzulassen.

Prompt hatte ich auch noch verschlafen (was mir sonst nie passiert) und bin erst 1 Stunde vor Abfahrt des Zuges aufgewacht. Hektisch bin ich in meine Kleidung gesprungen, habe mir Rucksack und Bike gepackt und bin in Rekordzeit zum Hauptbahnhof geradelt. 25 Minuten später traf ich meinen Reisepartner Ralph am Gleis und wir luden unsere Bikes in den Eurocity Richtung Süden. Im Zug sind wir noch einmal die Ausrüstung durchgegangen, dabei bemerkte ich, dass ich das Fahrradschloss vergessen hatte.

Kurz nach dem Brenner um 10:50 sind wir in Franzenfeste in die Regionalbahn umgestiegen, die uns durch das Pustertal bis nach Innichen brachte. Wir erreichten Innichen pünktlich um 12:10 Uhr. Wir stiegen auf unsere Bikes und nahmen den Radweg nach Sexten in Angriff, der sich mit gemäßigter Steigung entlang des Sextner Bach nach oben schlängelte. Für mich war die Tour trotz schönen Wetters und herrlicher Kulisse eher eine Tor-tour. Ich fühlte mich schlapp, müde und krank, obwohl das bisschen Radfahren gerade mal meinem normalen Alltagspensum entsprach. In Sexten machten wir Pause und verspeisten eine Pizza, die mir nicht wirklich mehr Energie zu geben schien.

Als in Moos der Weg abzweigte und etwas einsamer wurde, nahmen wir spontan ein Gumpenbad im eiskalten Fischleinbach, dessen Temperatur ich auf unter 10 °C schätzte. Länger als 15 Sekunden konnte ich als abgehärteter Gumpenschwimmer beim besten Willen nicht aushalten, der ganze Körper schmerzte nach kurzer Zeit vor Kälte. Die Erfrischung tat us jedoch gut und so nahmen wir die letzten 200 Höhenmeter durchs Fischleintal bis zur Talschlusshütte in Angriff.

Obwohl wir uns Zeit ließen kamen wir unerwartet schnell am Ziel an. Unerwartet deshalb, weil ich keine Zeit gehabt hatte, mir die Routen vorher noch einmal genau anzusehen bzw. sie gar auszudrucken. Aufgrund dessen war ich auch auf dem Rest des Alpencross ziemlich orientierungslos und bin im Großen und Ganzen nur der Linie auf dem Navi nachgefahren. Das ist normalerweise gar nicht meine Gewohnheit. Glücklicherweise war die Route schon vor einem Jahr penibel vorgeplant worden.

Die Talschlusshütte ist modern, komfortabel und liegt umringt von Dolomiten-typischen mächtigen Bergen wie der Rotwand und den über 3000 m hohen Gipfeln des Elferkofel, der Hochbrunnerschneid und des Zwölferkofel. Wir erhielten ein Viererzimmer, das wir uns mit zwei Wanderern teilten.

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