Alpencross 2012 – Resümee

Meine 2012er Transalp ist teilweise wieder sehr abenteuerlich verlaufen. Die Routenplanung war in diesem Jahr optimal gewesen. Das Planeiler Schartl habe ich (mal wieder) ausgelassen, doch das hat meine übrigen Pläne nicht durcheinander gebracht. Meine Ausrüstung war perfekt und wurde diesmal noch deutlich verbessert durch meinen neuen Rucksack Ortlieb MountainX 31, meinen neuen Cumulus-Schlafsack und das selbstgenähte Leichtzelt, welches meinen Biwaksack ersetzt hat. Ich habe wieder einige Nächte im Freien verbracht, und das nicht immer bei guten Wetterbedingungen. Das Wetter war diesen Juli so wechselhaft gewesen, dass man sich auf Wettervorhersagen nicht verlassen konnte. Meistens hat es aber weniger geregnet als befürchtet. Erlebt habe ich jede Wettersituation von Wolken, Sonne, Regen, Sturm, Kälte, Hitze bis hin zu Gewitter und Hagel. Begeistert hat mich auch die neue GoPro HD Hero2 Videokamera, besonders wegen ihres Weitwinkels und der guten Bildqualität. Beim nächsten Mal werde ich sie noch häufiger für statische Filmaufnahmen verwenden. Die Schwalbe Hans Dampf Reifen, die ich dieses Jahr zum ersten Mal getestet habe, sind in Bezug auf Grip in schwierigem Gelände besonders bei Nässe eine Verbesserung zum Nobby Nic. Dafür ist der Rollwiderstand auf Asphalt etwas höher.

Ich bin zwei Tage zu früh am Gardasee angekommen. Einen Tag habe ich unerwartet gewonnen, als ich am Tag 5 im Peloton der Craft Bike Transalp zwei Tagesetappen auf einmal gefahren bin. Den zweiten Tag habe ich eingespart, weil ich aufgrund eines starken Gewitters die letzten zwei Pässe Cadria und Bocca di Trat ausgelassen habe und direkt zum Gardasee gefahren bin. Den Bocca di Trat habe ich dann jedoch noch nachgeholt und unter Tag 8 dokumentiert. Der Sentiero della Pinza war auf jeden Fall eine Fahrt Wert gewesen.

Der Alpencross verlief pannen- und nahezu verletzungsfrei. Das lag größtenteils daran, dass ich vor dem Alpencross immer die Verschleißteile meines Bikes (Kette, Reifen, Bremsflüssigkeit) erneuere um Pannen zu vermeiden. Bei einem Sturz habe ich mir eine leichte Knieverletzung zugezogen, aber sie hat mich auf der weiteren Tour kaum behindert. Am vorletzten Tag habe ich mich dummerweise etwas erkältet, was mir die letzte Etappe zusätzlich vermiest hat. Aber wenn am Gardasee die Sonne scheint, sind all die Sorgen schnell wieder vergessen. Meine körperliche Vorbereitung war auch in Ordnung, ich fühlte mich einigermaßen fit. Ich war sogar einigermaßen überrascht, weil ich nicht damit gerechnet hatte, eine Tour wie an Tag 5 leisten zu können. An meine Grenzen bin ich eigentlich nur am siebten Tag gestoßen, da war ich gesundheitlich und mental angeschlagen.

Ein ausführlicher Tourenbericht mit vielen Fotos ist nun online. Die Bearbeitung meines Filmmaterials wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wie lange das dauern wird, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Viel Spaß beim Lesen!

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