Schmerzmittel

Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass in meiner Packliste das Medikament Diclofenac aufgelistet war (das Medikament Ibuprofen wirkt ähnlich). Inzwischen habe ich den Eintrag entfernt, auch wenn ich das Medikament immer bei einem Alpencross dabeihabe. Verwenden musste ich es bisher jedoch nicht. Ich habe gehört, dass es einige Sportler gibt, die bei Extrembelastungen wie z.B. einem Alpencross ein solches schmerz- und entzündungehemmendes Mittel regelmäßig oder sogar vorbeugend einnehmen, um Muskelkater, Rückenschmerzen oder Gelenkschmerzen zu verhindern. Das sollte man keinesfalls tun! Deshalb möchte ich ein paar Worte dazu verlieren.

Zunächst einmal gilt: Wer Muskel-, Wirbelsäulen oder Gelenkprobleme beim Leistungssport hat, der hat sich ungenügend vorbereitet bzw. den Körper überlastet. Ein Schmerzmittel/Entzündungshemmer kann Symptome abmildern, aber das Problem im Körper nicht beheben. Die beste Methode gegen solche Probleme ist es deshalb, langsam auf solche Extrembelastungen hinzuarbeiten und den Körper darauf vorzubereiten. Die Einnahme von Medikamenten vor oder während des Sports ist gefährlich! So wird die während des Sports ohnehin schwach durchblutete Darmwand druch die Einnahme von Schmerzmitteln noch durchlässiger, und Bakterien können in den Blutkreislauf eindringen. Infektionen, sowie eine Schädigung des Magen-Darm-Traktes und der Niere können auftreten. Das Schmerzmittel kann auch zu Elektrolytstörungen führen, was dann gefährlich ist, wenn man durch hohen Schweißverlust und häufiges Trinken schon viele Elektrolyte aus dem Körper gespült hat.

Will man im akuten Fall dennoch ein Schmerzmittel einnehmen, sollte man dies nach dem Sport, also abends während der Ruhephase in einer geringen Dosis und mit ausreichend Flüssigkeit tun. Im Zweifelsfall den Arzt fragen!

blog_2012_06_18

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