Just one of these days…

An diesem hochsommerlichen Samstag war eine ausgiebige Trailrunde an der Isar geplant. Nach unserem Treffen an der Marienklausenbrücke sind wir direkt eingestiegen. Der Pennertrail bis zur Grünwalder Brücke diente dem Aufwärmen. Dann haben wir die Seite gewechselt und sind den Georgenstein-Trail bis Baierbrunn gefahren. Die Wege waren teilweise noch recht verschlammt und die Moskitos hatten die letzten Tage ideale Brutbedingungen vorgefunden. Dies ließen mich die Blutsauger auch gehörig spüren. Denn sobald man anhielt oder ein Stück schieben musste, bildeten sie kleine Wolken um mich. Oben auf dem Panorama-Trail war es dann etwas besser und eine Rast im Klosterbräu Stüberl schien angebracht.

Aus einem unbekannten Grund musste ich meine körperliche Verfassung heute als desolat bezeichnen. Ich war noch keine 25 km geradelt und mein Glas war so voll wie eine Flasche leer. Oder so. Jedenfalls trugen weder das stärkende Getränk im Biergarten, noch eine Brezn und ein paar Müsliriegel dazu bei, dass ich mich fitter fühlte. Was war heute nur los? Wahrscheinlich nur einer dieser Tage, an denen man einfach miserabel drauf ist, ohne dass man den Grund dafür weiß. In diesen Momenten frage ich mich immer, wie man in diesem Trainingszustand überhaupt einen Alpencross überstehen kann. Aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass man dann einfach die Zähne zusammenbeißt und weiterkämpft. Sobald ich nach 2 oder 3 Stunden den Totpunkt überwunden habe, geht es normalerweise wieder prima. Es ist also eine Frage der mentalen Stärke.

Diese war heute jedoch im Pfingsturlaub. Außerdem waren wir so nah an Zuhause und es war viel zu leicht, aufzugeben. Was wir dann auch taten und den Rückzug antraten. Manchmal muss man sich einfach eine Niederlage eingestehen. Dies taten wir aber nicht, ohne noch einen beschissenen Auf-und-ab-Wurzeltrail mitzunehmen. An der Großhesseloher Brücke trennten sich unsere Wege, ich ließ Bikepartner, Stechmücken und Schlammlöcher zurück und machte mich auf den Heimweg. Nicht einmal 50 km sind an diesem schwül-heißen Sommertag zusammengekommen. Wahrscheinlich habe ich weniger Kalorien verbrannt als zu mir genommen, woran einerseits meine miserable Trailleistung, andererseits ein 500 ml Ben&Jerry’s Cookie Dough Becher am Nachmittag Schuld hatten. Ich sollte mal für ein paar Wochen meinen Zuckerkonsum auf Null schrauben…

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2 Antworten

  1. Chris sagt:

    Hi,
    solche Tage kenne ich auch. Was erhoffst du dir davon längere Zeit auf Zucker zu verzichten?
    Du hattest auf deiner alten Homepage eine grobe Route veröffentlicht, mit Highlights die du Bekannten empfehlen würdest, wenn sie dich fragen welche Route sie fahren sollen.
    Viele Grüße
    Chris

    • Gletschersau sagt:

      Hi Chris, der Verzicht auf (raffinierten) Zucker wirkt sich gut auf meine Gesundheit, meine Fitness und mein Wohlbefinden aus. Das habe ich schon öfter erfahren. Daher die Idee, den Zuckerkonsum erstmal eine Zeitlang auf fast Null zu reduzieren.

      Stimmt, ich hatte mal die „Gletschersau-Route“ veröffentlicht. Da man solche offiziellen Veröffentlichungen aber regelmäßig prüfen, pflegen und aktualisieren muss, habe ich das wieder entfernt. Grob entsprach die Route meinem Alpencross von 2015. Du kannst in meinem Reisebericht die Details nachlesen.

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