Vergleich von Garmin GPS-Geräten

Derzeit ist in Bezug auf GPS-Navigationsgeräte, die für den Mountainbike-Einsatz geeignet sind, der Hersteller Garmin beinahe konkurrenzlos. Garmin bietet eine große Anzahl unterschiedlicher Geräte an, doch nur wenige davon eignen sich wirklich für die Montage am Fahrrad, bzw. für mehrtägige Touren im Gelände. Ich habe hier eine kurze Übersicht der Geräte erstellt, die nach meiner Ansicht am ehesten für Mountainbike-Touren oder Alpenüberquerungen praktikabel sind.

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Die Unterschiede dieser GPS-Geräte habe ich unten noch einmal tabellarisch gegenübergestellt. Da jeder Sportler auf andere Dinge Wert legt, und manchmal auch das Budget eine entscheidende Rolle spielt, kann man die Geräte schwer bewerten. Der eine braucht ein großes Display mit Touchscreen, der andere möchte ein möglichst kleines und handliches Gerät mit langer Batterielaufzeit, dem nächsten ist es wichtig, dass er alle möglichen Features hat und das Ding mit seinem Smartphone koppeln kann. Dementsprechend schwierig ist es, eine allgemeingültige Empfehlung auszusprechen.

Die Navis haben jedoch alle eines gemeinsam: Sie haben einen hochwertigen GPS-Empfänger, der die GPS-Genauigkeit von Smartphones normalerweise weit übertrifft. Außerdem sind sie alle robust und wasserdicht, können also problemlos Regen, Erschütterungen und den üblichen Belastungen im Outdoor-Einsatz ausgesetzt werden. Sie haben im Gegensatz zu Smartphones recht gute Batterielaufzeiten, was hauptsächlich der geringen Displaygröße, der Transflektivität (passive Beleuchtung durch Reflexion des Sonnenlichtes) und der niedrigen Rechenleistung geschuldet ist. Alle Garmin-Geräte, bei welchen eine Speichererweiterung möglich ist (also alle hier aufgeführten), können mit freiem Kartenmaterial basierend auf OpenStreetMap (wie z. B. Velomap) bespielt werden. Das hat große Vorteile, da diese Karten nicht nur kostenlos sind, sondern auch eine höhe Genauigkeit aufweisen und viele nützliche Informationen enthalten.

Mein persönlicher Favorit ist das eTrex 20 (bzw. eTrex 30, wenn man unbedingt einen barometrischen Höhenmesser braucht). Das Gerät ist klein und handlich, lässt sich also problemlos am Vorbau befestigen und ist somit recht gut vor Beschädigungen beim Sturz geschützt. Die Batterielaufzeit ist sehr lang, ein Satz Batterien reicht mir beim Alpencross etwa 2-3 Tage. Das Display ist klein, aber groß genug, um eine zuverlässige Navigation zu ermöglichen. Ich sehe keinen Vorteil durch ein großes Display während der Fahrt, weil man da ohnehin nur einer Linie folgt. Im Gegenteil, ein großes Display macht das Gerät insgesamt klobiger, stromhungriger und anfälliger für Beschädigungen. Ein hochauflösendes Display ist dann nützlich, wenn man sich großräumig orientieren will. Doch dafür habe ich ein Smartphone mit Offline-Karten im Rucksack, das ich bei Bedarf einschalte. Auch die teueren Navigatsiongeräte können nicht mit der Auflösung, dem Bedienungskomfort und dem Funktionsumfang von Smartphones mithalten. In meinen Augen macht es deshalb auch keinen Sinn, immer mehr Features in reine Navigationsgeräte hineinzustopfen.

Das Montana ist meines Erachtens für die Montage am Fahrrad zu groß, auch wenn es dafür eine Fahrradhalterung gibt. Ein gutes Gerät ist das Orgeon, wobei das Display nur geringfügig größer ist als beim eTrex, ansonsten bietet es außer dem Touchscreen keine nennenswerten Vorteile. Für Leute, die alle möglichen technischen Spielereien verwenden möchten und den höheren Preis nicht scheuen, sind hingegen die Edge-Geräte interessant. Dabei ist jedoch zu beachten, dass man keine herkömmlichen Batterien verwenden kann.

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1 Antwort

  1. Dietrich sagt:

    Hallo Andi,

    vielen Dank für die vielen Informationen, Tipps, Empfehlungen und die mühevolle Aufbereitung Deiner Informationen.
    Mich würde interessieren, warum Du bei der Auswahl Deines GPS nicht auch die Modellreihe der GPSmap 64-Serie von Garmin betrachtet hast. Soviel ich weiß, hat es einen sehr guten Empfang und nuckelt sehr sparsam am Akku.

    VG
    Dietrich

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