Und nochmal, weil’s so schön war!

Das Wetter zu Fronleichnam war sommerlich warm und trocken. Weil ich sonst nichts vorhatte, bin ich spontan wieder zum Bikepark am Geisskopf gefahren, um es (wahrscheinlich zum letzten Mal vor dem Alpencross) noch einmal richtig krachen zu lassen. Mit einem neuen Continental Baron auf der hinteren Felge war das Bike bereit für einen weiteren Einsatz. Außerdem konnte ich meine neue GoPro Hero 6 zum ersten Mal zum Einsatz bringen. Fazit im Vergleich zur Hero 5: Viel bessere Bildstabilisierung, schnellerer Belichtungsausgleich bei Wechsel zwischen Hell und Dunkel, weniger Kontrast zwischen Licht und Schatten (größerer Dynamikumfang).

Dank Feiertag und Pfingstferien war es entsprechend voll, kurzzeitig war die Schlange am Sessellift sogar etwa 100 m lang. Der Ansturm verteilte sich dann jedoch schnell auf die Trails und das Bikepark-Team schaltete den parallel verlaufenden Bügellift zu, somit waren die Wartezeiten wieder normal.

Ich habe diesmal auch die Downhill-Strecke getestet, die insgesamt interessant ist, aber ihren Schwierigkeitsgrad vor allem durch anspruchsvolle Sprünge erreicht. Man muss die Strecke und ihre Drops, und Doubles schon sehr gut kennen, um dort richtig Gas geben zu können, denn die Landungen der meisten Sprünge sind von oben nicht einsehbar. Das war bei mir nicht der Fall, deshalb habe ich mich größtenteils auf der Freeride-Strecke und am „Evil Eye“ ausgetobt und am unteren Ende noch die Jumpline und den unteren Teil der Downhill-Strecke mitgenommen. Dort waren neben steiler verblockter Trails auch eine Menge Stufen, Tables und vereinzelte Doubles dabei, sodass ich meine Sprungtechnik weiter verbessern konnte und mich zunehmend sicher auf den Trails fühlte. Insgesamt war der Tag ein Anschub für meine Fahrtechnik und Bike-Beherrschung, also eine gute Vorbereitung auf den bevorstehenden Freeride-Alpencross.

Was haben Sprünge und Downhill-Geballer mit der Fahrtechnik beim Alpencross zu tun, mag der Kritiker fragen? Nun, das Downhill-Biken macht nicht nur viel Spaß, sondern hat nach meiner Erfahrung auch einen großen positiven Einfluss auf das normale technische Mountainbiken. Man bewegt sich Beim Downhill-Biken oft mit hoher Geschwindigkeit durch äußerst anspruchsvolles Gelände, was die Reaktionsfähigkeit, das vorausschauende Fahren, die Stabilität und die Sicherheit auf schwierigen Trails enorm schult. Selbst das Springen, das ja beim Alpencross eher nicht vorkommt, hilft sehr dabei die Bike-Beherrschung und die Balance zu verbessern, was ich anfangs auch nicht erwartet hatte. Von dem Training der Muskulatur im Oberkörper, den Armen und Händen und den Oberschenkeln mal ganz abgesehen.

So kam es dann auch, dass ich trotz einer „spritzigen“ Fahrweise wieder völlig sturzfrei durch den Tag gekommen bin. Gut so, denn ich hatte meine Handschuhe zuhause liegen lassen. Den ganzen Tag schien die Sonne, und genau als ich am Nachmittag das Bike ins Auto packte, ging ein heftiger Gewitterschauer in der Arber-Region nieder. Perfektes Timing!

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