Alpencross 2015 – Auf die Plätze, fertig, …

Die letzten Monate waren geprägt von intensivem Kampfsporttraining, aber auch einigen Testfahrten mit meinem Retro-Mountainbike. Eine anspruchsvolle Mountainbike-Tour in den Alpen habe ich ebenfalls in den Oberschenkeln, was natürlich viel zu wenig ist, denn ein Training mit vielen Höhenmetern ist für einen Alpencross eigentlich unerlässlich. Die lang anhaltende Schafskälte Mitte Juni hat mir einige Touren vermasselt. Zum Joggen bin ich kaum gekommen, aber ich fühle mich körperlich immerhin fit genug, um mich auf dem geplanten Weg von Füssen zum Gardasee irgendwie durchkämpfen zu können.

Da ich vorhabe, die Transalp mit einem ungefederten Bike Baujahr 1991 zu fahren, habe ich ein besonderes Augenmerk auf die Funktion und Zuverlässigkeit dieses alten Hobels gelegt. Die Restaurierung hat zu einem sehr brauchbaren Ergebnis geführt. Bislang hat das Bike einwandfrei funktioniert, technische Probleme gab es auf meinen Testfahrten eigentlich kaum. Den sich immer wieder lockernden Steuersatz habe ich mittlerweile auch einigermaßen im Griff, sodass zumindest technisch der abenteuerlichen Alpentour nichts mehr im Wege steht.

Ansonsten liegt schon meine übliche Ausrüstung bereit. Ein paar Kleinigkeiten habe ich angepasst, wie zum Beispiel eine kleinere Digitalkamera, vier superleichte Alu-Heringe für das Tarp, eine neue Regenjacke, zwei neue Fahrradunterhosen, eine Powerbank zum Aufladen der Akkus, ein neues Müsliriegelrezept und eine wasserdichte Ortlieb-Satteltasche, die auf dem Fully leider keinen Platz hatte, aber ans Hardtail richtig gut passt. Mein bewährter Rucksack Ortlieb Mountain-X 31 wird ebenfalls wieder zum Einsatz kommen.

Das herrliche Sommerwetter der letzten Tage wird sich hoffentlich in der kommenden Woche fortsetzen, dann ist alles perfekt! Eigentlich schwingt schon seit Wochen eine latente Vorfreude in mir mit, die allerdings wegen der momentan großen Arbeitsbelastung und der zusätzlichen Herausforderung einer bevorstehenden Judo-Schwarzgurtprüfung noch nicht so richtig zum Tragen kam. Das ist einerseits schade, andererseits ist es auch ein unglaubliches Gefühl, wenn du mit dem Start einer Transalp-Tour ganz plötzlich und gnadenlos aus dem Alltag gerissen wirst, inmitten einsamer Bergregionen stehst und dort zur inneren Ruhe findest. Das ist fast wie ein Schock im positiven Sinne. Allein die Vorstellung davon löst in mir ein Hochgefühl aus.

Mein Gepäck ist nun vorbereitet, der Drahtesel wird langsam unruhig und ich habe begonnen, das Bergwetter täglich zu beobachten, um ein Schönwetterfenster im Juli zu erwischen. Eine Rückreise mit der Bahn und eine Übernachtung am Gardasee habe ich diesmal nicht gebucht, da ich vollkommen frei und flexibel in der Zeitplanung sein wollte. Ich werde mir also spontan vor Ort etwas überlegen müssen.

blog_2015_07_09

3 Antworten

  1. Jürgen sagt:

    Toi Toi Toi Glück mit gutem Wetter und viel Spaß – Erhole Dich Gut und komme gesund wieder!
    Ich freu mich auch schon riesig auf Deinen Film. Viele Grüße aus dem Schwabenland.

  2. Frank sagt:

    Super, alles gute für die Tour. Ich freue mich schon auf die Fotos und den Film.

  3. Pit sagt:

    Klasse! Freue mich schon wieder sehr auf Deinen X – immer top Berichte und Filme. Neben den Abenteuern von stuntzi meine Pflicht“lektüren“.
    Hau rein :o)

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