Haarige Kletterei am Mitterkaiser

Die „Basis-Route“ für diese Bergsteigertour war landschaftlich sehr schön und an einem halben Tag machbar. Der Aufstieg durch das Kleine Griesener Kar war im unteren Bereich sehr steil. Dann aber eröffnet sich das hoch gelegene Kar und man ist umgeben von den hohen Felswänden des Wilden Kaiser, die eindrucksvoll in die Höhe ragen. Relativ bald erreicht man die unbewirtschaftete Fritz-Pflaum-Hütte. Ab hier ginge es durch das Große Griesener Kar wieder zurück zum Wanderparkplatz bei der Griesener Alm. Allerdings wollte ich den Klettersteig zum Mitterkaiser nicht auslassen, wenn ich schon mal hier oben war.

Der Klettersteig verläuft in der unteren Hälfte durch einen steilen ausgesetzten Kamin und hat nach meiner Einschätzung die Kletterschwierigkeit 2. Eine Seilversicherung gibt es nicht, man muss also frei Klettern. Schwindelfreiheit und Klettererfahrung sind hier unbedingt notwendig. Hat man diesen teils recht engen Kamin überwunden, führt ein steiler Pfad durch Latschenkiefern und Geröll bis zum Gipfel. Hier oben hat man einen beeindruckenden Blick auf die umliegenden Gipfel der Ackerlspitze, Hochgrubachspitze, Regalmspitze, Törlspitze und der Goinger Halt.

Der Abstieg erfordert wieder besonders viel Konzentration. Nach einer kurzen Brotzeit ging es flott zurück ins Kaiserbachtal. Eine wirklich eindrucksvolle Tour, die in mir die Lust am Kraxeln wieder entfacht hat.

Gesamtstrecke: 9.08 km
Maximale Höhe: 2004 m
Gesamtanstieg: 1150 m

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