Ein guter Freund

Vergangenes Wochenende habe ich einen guten Freund, Mountainbike- und Alpencrosspartner verloren. Ich kenne ihn als sehr versierten, durchtrainierten und erfahrenen Mountainbiker, der nie unnötige Risiken eingegangen und lieber abgestiegen ist, bevor es zu gefährlich wurde. Beim Bergsport ist jedoch immer ein gewisses Restrisiko dabei, egal wie geübt man ist. Dass es gerade dich getroffen hat, ist kaum zu glauben, unnötig und tragisch! Dein Humor, dein Charakter, deine Fürsorglichkeit für deine Familie, deine Leidenschaft für den Bergsport und all deine großartigen Erlebnisse werden uns immer in Erinnerung bleiben. Ich wünsche deiner Familie und deinen vielen Freunden Kraft! Sie haben mein herzliches und aufrichtiges Beileid. Der einzige Trost ist, dass du bis zuletzt ein schönes und erlebnisreiches Leben hattest und bei der Sache gegangen bist, für die du gebrannt hast. Das ist nicht jedem Menschen vergönnt.

Rest in Peace, Martin!

2 Antworten

  1. Martin sagt:

    Heute habe ich vom tragischen Tod deines Reispartners für den geplanten Ultra Alpencross hier gelesen. Das hat mich sehr berührt. Auch weil die Berichterstattung in den vielen Medien so gleich, knapp und meist recht nüchtern ausgefallen ist. Hinter dem Absturz verbirgt sich eine große Tragik. Für Martin selber und für seine Familie, Angehörigen und Freude. Ein Leben wurde beendet, das noch gut und gerne 20 Jahre gelebt werden sollte.
    Schön, dass Du ihn hier mit einigen Zeilen und Bildern würdigst. Zu leicht werden schwere Unfälle von Kollegen verdrängt oder es wird dazu geschwiegen: Ich will das gar nicht an mich ran lassen, das könnte mir die Freude an meinem Sport verderben, mir passierst so etwas nicht, ich bin vorsichtiger, erfahrener, fahre „solche“ Strecken nicht, …
    Ich kenne den genauen Hergang nicht aber richtig ist, du hast es auch geschrieben, es kann jeden von uns, der in den ausgesetzten Bergen unterwegs ist passieren. Es braucht nur eine Verkettung von 2-3 kleineren „Einzelproblemchen“ und dann ist man in einer lebensbedrohlichen Situation.
    Ich denke an meinen Namenskollegen und wünsche allen begeisterten Bergfahrern das Quäntchen Glück für unseren Sport, das Martin am 7.11.20 verwehrt geblieben ist.

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