Verdammt, der Speck muss weg!

Wie heißt es so schön: Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Das Zitat von George Bernard Shaw ist überaus treffend. Denn eigentlich halte ich nichts von Vorsätzen für’s Neue Jahr, da man am Ende sowieso nur frustriert ist, weil man sie nicht einhalten konnte. Wenn man an sich arbeiten möchte ist es sinnvoller, insgesamt seinen Lebensstil zu überdenken und schrittweise einen Wandel aus Überzeugung herbeizuführen. Genau das möchte ich tun, und deshalb habe ich mir dieses mal ein konkretes Ziel gesetzt. Die Veröffentlichung hier im Blog soll mich einerseits festlegen und zwingen, daran festzuhalten. Andererseits sind meine Erkenntnisse vielleicht hilfreich für Leute, die ebenfalls ihren kritischen Blick auf den eigenen Bauchspeck gerichtet haben. Denn darum geht es mir: Eine kleine Gewichtsreduktion.

blog_2015_12_31

Eine längere Verletzungspause (Rippenbruch im November) und die anschließende Weihnachts- und Neujahrsfeierei hat ihren Tribut gezollt und mein Gewicht auf über 78 kg ansteigen lassen. Das ist bei meiner Körpergröße von 183 cm wahrlich kein Drama. Weshalb also abnehmen? Der Hauptgrund dafür ist, dass ich mich mit diesem Gewicht im Bauchbereich nicht mehr körperlich wohl fühle. Dazu kommt, dass ich dadurch im Judo in einer hohen Gewichtsklasse kämpfen muss und das Gewicht nicht ordentlich ausreize, also meistens 4-5 kg leichter bin als meine Gegner. Die niedrigere Gewichtsklasse geht bis 73 kg, d.h. mit einem stabilen Gewicht von 74 kg und etwas Wasserverlust vor dem Abwiegen hätte ich Vorteile. Beim Mountainbiken wird mir der Gewichtsverlust außerdem zugute kommen; ich müsste ein paar Kilo weniger über die Alpen schleppen! Zusätzlich würde ich mich natürlich freuen, wenn man von meinen Bauchmuskeln, die unter einer Fettschicht versteckt sind, auch mal was sehen könnte.

Das Ziel ist also, bis Mai auf ein stabiles Gewicht von 74 kg zu kommen, und zwar durch reinen Fettverlust und ohne Abbau von Muskulatur (im Gegenteil, die Muskulatur darf gerne noch etwas aufgebaut werden). Ich will die Sache konsequent angehen und ein paar Korrekturen an der Ernährung vornehmen. Ich möchte nämlich das Zielgewicht auch dauerhaft halten können.

Ich werde das Thema ohne professionelle oder ärztliche Unterstützung angehen. Ich werde keine spezielle Diät machen. Ich habe auch keine Lust, meine Zeit mit Kalorienrechnerei und Ernährungs-Apps zu vergeuden. Ich bin der Ansicht, dass der gesunde Menschenverstand völlig ausreicht, um die richtigen Weichen zu stellen. Letztendlich ist alles eine Frage der Disziplin. Die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden stehen im Vordergrund! Ich werde regelmäßig berichten, welche Anpassungen ich vornehme und wie die Entwicklung verläuft. Interessant wäre auch, wenn ihr eigene Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren posten würdet. Anregungen sind immer hilfreich und willkommen!

Wer macht mit??? :-)

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7 Antworten

  1. Anonymous sagt:

    Ich bin dabei, zumal die milden Temperaturen, die zur Zeit herrschen geradezu einladen das Sportprogramm im Freien durchzuziehen…!!!
    Greetings
    der Martin

  2. Thomas sagt:

    Also für Judo könnte ich Dir einen Tip geben:
    Einfach noch 4 Kilo zunehmen (Muskeln), dazu hast du wahrscheinlich eine gute Kondi.
    Übrigens, ein gutes Muskelkorsett bietet auch Sicherheit bei Stürzen.
    Viele Grüße
    Thomas

    • Gletschersau sagt:

      Das ist eine vernünftige Idee und darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber mein Wohlfühlgewicht sind einfach die 74 kg (schon immer gewesen). Wenn ich mit den 74 kg scheitere, wäre das Plan B.

  3. Stephan sagt:

    Bin dabei und starte mit 180cm und 79 kg. Gleiches Ziel.

  4. Jürgen sagt:

    Auf das Gewicht dass ihr jetzt schon habt möchte ich gerne hin!
    Ich starte mit 181cm und 84kg und möchte bis Juli 4+x kg abnehmen.
    Wünsche allen viel Erfolg!

  5. Bastian sagt:

    Dazu kleine Story von mir.
    Bei meinem ersten Alpencross 2013 habe ich bei 1,87m noch 92kg über die Alpen gewuchtet. Am dritten Tag habe ich zwei Alpencrosser kennengelernt, mit denen ich eine zeitlang gefahren bin. Einer etwa meine Statur um die Mitte 50, der andere Anfang 60 mit der Figur eines verhungernden Äthiopiers. Der ist uns auch bergauf immer davongefahren. Der andere (hatte etwa mein Tempo) war ein verkappter Physiker und hat beim Aufstieg zur Naturnser Alm vorgerechnet, wieviel Energie man für ein KG auf einem Höhenmeter benötigt. Ich hab´s nicht verstanden aber kapiert, dass ich zu fett bin/war.
    Jetzt schwankt mein Gewicht zwischen 78 und 80 kg und die Berge lassen sich deutlich einfacher nehmen. Geschafft habe ich es einfach durch Kalorienreduktion, deutlich weniger Fleischkonsum und weniger Süßigkeiten. Eigentlich esse ich unter der Woche nur noch Mittags in der Kantine und hole mir Nachmittags manchmal ein Joghurt. Ich schlafe seitdem auch deutlich besser, wenn ich Abends mit leeren Magen ins Bett gehe
    Bei 78kg scheint aber bei mir eine Untergrenze zu sein. Der Grenzaufwand für jedes weitere Kilo ist dann enorm.
    Als Tip für Dein Vorhaben: Du brauchst einen Cheatday unter der Woche. Einfach um für die Psyche wo Du Dich auf etwas freuen kannst. Ich habe das meist am Wochenende gemacht, wenn eine lange MTB-Tour anstand. Dann fallen die Kalorien auch nicht ins Gewicht ;-)

    • Gletschersau sagt:

      Gute Geschichte, danke! Du hast völlig Recht, eine Kalorienreduktion ist wichtig. Weniger zuführen als man verbraucht, und schon nimmt man ab. Allerdings kommt es auch sehr stark darauf an, welche Art von Kalorien man zu sich nimmt. Wertlose Kalorien (Zucker, Weißmehl) sorgen für einen kurzfristigen Energieschub, verpuffen aber schnell und man hat sofort wieder Hunger. Wertvolle Kalorien (Vollkornprodukte, Gemüse etc.) sättigen mehr und länger, werden langsamer verarbeitet und versorgen deshalb den Körper über längere Zeit mit Energie. Außerdem enthalten sie viel mehr Vitamine und Mineralstoffe. D.h. wenn man schlechte Kalorien zu sich nimmt, ist es sehr schwierig, gegen das ständige Hungergefühl anzukämpfen. Außerdem ist es sehr ungesund.

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