Alpencross 2014

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Video und Reisebericht

ac14foot_v01 Off E5 – 40-minütiger Film zur Alpenüberquerung zu Fuß
Gesamtlänge: 88 km
Gesamtanstieg: 6.750 Hm
ac14foot_01 Etappe 1: Oberstdorf – Trettachtal – Kemptner Hütte
Länge: 14 km
Steigung: 1000 Hm
ac14foot_02 Etappe 2: Kemptner Hütte – Mädelejoch – Holzgau – Sulzltal – Simms-Hütte
Länge: 15 km
Steigung: 1100 Hm
ac14foot_03 Etappe 3: Simms-Hütte – Kälberlahnzugjoch – Hinterseejoch – Schnann
Länge: 10 km
Steigung: 800 Hm
ac14foot_04 Etappe 4: Kappl – Grübeletal – Malfragkopf – Metzspitzen – Ochsenscharte – Pfunds
Länge: 26 km
Steigung: 1950 Hm
ac14foot_05 Etappe 5: Pfunds – Nauderer Tschey – Tscheyer Schartl – Melag
Länge: 23 km
Steigung: 1900 Hm

Das Ziel

Bisher habe ich jedes Jahr eine Alpenüberquerung mit dem Mountainbike gemacht. Das erfordert natürlich spezielles Training mit dem Fahrrad in den Bergen, doch 2014 hatte ich dafür aus privaten Gründen einfach zu wenig Zeit. Gar kein Alpenabenteuer zu erleben war jedoch auch keine Option, und so habe ich mich entschieden, zum ersten Mal zu Fuß über die Alpen zu wandern. Das müsste nach meinen Schätzungen für mich auch ohne spezielles Training zu schaffen sein. Da man beim Wandern naturgemäß langsamer unterwegs ist und weniger erschöpft ist, als beim Mountainbiken, werde ich die Natur der Alpen noch intensiver genießen können. Ich möchte mir mehr Zeit zum Fotografieren nehmen und noch mehr die Landschaft und Natur beachten, als bisher. Meine Zielsetzung für diesen Alpencross ist:

  • Die Strecke wird komplett zu Fuß zurückgelegt.
  • Ich gehe nicht auf einem Fernwanderweg, sondern stelle mir die Route selbst zusammen.
  • Ich möchte möglichst viel im Hochgebirge unterwegs sein.
  • Vermeidung von Straßen.
  • Vermeidung von populären Wanderwegen.
  • Spontane und flexible Etappenplanung, keine Übernachtungsreservierungen.
  • Möglichst wenig Gepäck.
  • Dauer: ca. 7 Tage.

Planung

Ich möchte meine Alpenwanderung ähnlich minimalistisch angehen, wie die vergangenen Mountainbike-Touren. Das heißt ich werde mich beim Gepäck stark einschränken und nur das Nötigste mitnehmen. Ich habe keine Lust, einen 15-Kilo-Schrank am Rücken herumzuschleppen, denn sonst hätte ich auch gleich mein Mountainbike mitnehmen können. Davon abgesehen bin ich der Meinung, dass man auch mir sehr wenig Gepäck auskommen kann, wenn man seine Ausrüstung vernünftig zusammenstellt und nicht tagelang bei allzu schlechtem Wetter unterwegs ist. In Bezug auf das Wetter liegt beim Wandern meine Toleranzschwelle jedoch deutlich höher, als beim Mountainbiken. Ein Regentag ist weniger unangenehm, weil man sich nicht derart anstrengen muss und nicht so stark schwitzt, wie beim Fahrradfahren.

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Gepäck für die Alpenüberquerung zu Fuß 2014

Da mir nur etwa eine Woche zur Verfügung steht und ich auf Schusters Rappen nicht annähernd die Kilometerleistung schaffen kann wie mit dem Fahrrad, endet die Tour in Südtirol. Loswandern werde ich in Oberstdorf. Dort werde ich bestimmt auf viele Wanderer treffen, die den klassischen Fernwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran nehmen. Dies sind zwar auch die Eckpunkte meiner Route, jedoch werde ich möglichst bald vom E5 abweichen und dann auf individuell ausgesuchten Pfaden nach Meran laufen.

Beim Zusammenstellen der Route habe ich darauf geachtet, dass ich mich viel im Hochgebirge auf > 2000 m bewege und nur zum kurzen Durchqueren von Tälern wieder absteige. Das Ziel ist, möglichst wenigen Menschen und möglichst wenig Verkehr zu begegnen. Ohne Fahrrad auf dem Buckel ist dies natürlich wesentlich leicher zu verwirklichen. Dass die Wege dort teilweise sehr anspruchsvoll sein werden, macht die Sache für mich interessant und spannend. Teilweise werde ich mich in Gelände begeben, in dem es gar keine richtigen Wege mehr gibt. Es wird also sicher wieder ziemlich abenteuerlich. Viel mehr als 20 km Laufleistung am Tag ist unter solchen Umständen sicher nicht drin. Eine genaue Schätzung traue ich mir nicht zu, weil ich mit mehrtägigen Wanderungen kaum Erfahrung habe.

Der Zeitpunkt ist unbekannt. Aufgrund meiner Terminsituation kann ich mich erst sehr kurzfristig entscheiden, ob und wann ich losziehe. Grob angepeilt habe ich den Juli, es kann aber auch August oder September werden. Schneefelder wären kein so großes Hindernis wie beim Mountainbiken, solange man den Weg noch identifizieren kann und der die Stelle nicht ausgesetzt ist. Wenn ich also sehr früh wandern sollte (z.B. Ende Juni), muss ich insbesondere an Nordhängen auf die Schneesituation achten.

Die Ausrüstung

Die Ausrüstung für eine Alpenüberquerung zu Fuß unterscheidet sich natürlich ein wenig von den Dingen, die man bei einem Mountainbike-Alpencross dabeihaben muss. Der Rucksack fasst 20 Liter und wiegt ohne Fotoapparat, ohne Wasser und Nahrung ungefähr 6 kg. Mit Foto und Wasser/Nahrung komme ich also auf etwa 9 kg. Hier meine Packliste:

  • Rucksack Ortlieb Packman
  • Hut
  • Trekkinghose (Zip-off)
  • Hemd kurzarm
  • Hemd langarm
  • Handschuhe
  • 2 Funktionsunterhosen
  • Merino-Unterhemd langarm
  • 2 Paar Merino-Socken
  • Regenjacke mit Kapuze
  • Regenhose
  • Buff
  • Wanderstiefel
  • Teleskop-Wanderstöcke
  • Sonnenbrille
  • Schlafsack
  • Isomatte
  • Tarp
  • Microfaser-Handtuch
  • Wasserdichter Wäschebeutel
  • Nahrungsmittel
  • 5 Kabelbinder
  • Wasserschläuche (2×2 Liter)
  • Fotoausrüstung
  • Ministativ
  • Navi
  • Landkarten
  • Handy
  • Mini-Taschenlampe
  • Ersatzakkus, -batterien
  • Ladegerät für Digicam-Akkus
  • Erste-Hilfe-Set
  • Rettungsdecke
  • Messer
  • Sonnencreme
  • Zahnbürste und -pasta
  • Universalseife
  • Klopapier
  • Feuerzeug
  • Personalausweis
  • Alpenvereinsausweis
  • EC-Karte, Bargeld
  • Schreibzeug

Die Route

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ac14foot_profil

Die Tour beginnt in Oberstdorf und führt auf dem klassischen E5-Fernwanderweg ins Trettachtal hinein. Von der Spielmannsau geht es durch den Sperrbachtobel zur Kemptner Hütte und weiter hoch zum Mädelejoch, bevor der Abstieg nach Holzgau ansteht.

Es folgt ein Anstieg zur Frederik-Simms-Hütte und dem Kälberlahnzugjoch (2590 m), und wieder laufe ich auf einem teilweise sehr anspruchsvollen Steig deutlich über 2000 m bis zum Hinterseejoch (2480 m), bevor ich wieder ins Tal nach Schnann absteige. Ein vergessener Pfad führt über die Ganatschalpe ins Malfontal. Ich komme an der Edmund-Graf-Hütte vorbei. Ich steige direkt über das Kappler Joch (2670 m). Danach kommt ein langer Abstieg nach Unterbichl.

Durch das Grübeltal geht es bergauf zum Oberen Malfragkopf (2780 m). Von hier aus bleibe ich für einige Kilometer auf über 2500 m. Die Ochsenscharte mit 2790 m ist dabei der höchste Punkt. Durch das Stubental laufe ich anschließend hinunter nach Pfunds. Nun beginnt ein sehr langer Anstieg über den Klammsteig ins Nauderer Tschey. Etwa 18 km führt der Weg ständig bergauf, bis ich die Tscheyer Scharte (2810 m) erreiche. Danach geht es ab nach Melag.

(Es war ursprünglich geplant gewesen, von Melag über die Planeiler Scharte, die Freibrunner Spitze, die Rappenscharte und das Mastaunjoch ins Vinschgau weiter zu wandern. Die Schneeverhältnisse haben jedoch dazu geführt, dass ich dieses letzte Stück kurzfristig aus der Planung gestrichen habe.)

Gesamtstrecke: 88 km
Gesamtanstieg: 6.750 Hm

Bei fünf Tagesetappen erwarten mich durchschnittlich etwa 1350 Hm und 18 km pro Tag.


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7 Antworten

  1. torben Curth sagt:

    Bloss nicht loeschen bitte. Ich moechte mir das alles durchlesen. Danke vorab

  2. Anonymous sagt:

    Danke

  3. Ralf Niederle sagt:

    Wunderbar … einfach nur ä Rücksäcklä, zwei Stöck … und dann DEINE Route… ohne Wege gehen… fantastisch .. die Ruhe… von sowas Träume ich … aber nimmer lang.
    Der Urlaub im August steht ja vor der Tür..

    • Gletschersau sagt:

      Ich wünsche dir viel Spaß! Ich würde am liebsten mitgehen. Aber dieses Jahr ist mal wieder ein reines Bike-Jahr.

  4. David sagt:

    Eine Frage und zwar hast du deine Route auf dem Garmin Gerät abgespeichert und kannst du die vielleicht irgendwo hochladen ? Ich will mit Freunden nämlich die gleiche Route gehen. 😛
    WAr nur ne Idee, falls nein auch kein Problem.

    • Gletschersau sagt:

      Hallo David! Ich mache keine Routenaufzeichnung. Du findest aber im Tourenbericht auf den einzelnen Seiten unten eine genaue zoombare Karte. Damit solltet ihr gut zurecht kommen.

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