Tegernsee-Schliersee-Rundtour

Letztes Wochenende habe ich eine recht gute Trainingstour absolviert. Auf drei steilen Anstiegen von insgesamt 1700 Hm und einer Tourlänge von 45 km konnte ich testen, ob ich bereit bin für die diesjährige Alpenüberquerung.

Der Test begann erst einmal mit einer Ernüchterung. Vom Ort Tegernsee aus ging es auf einer steilen Forstraße bergauf zum Kreuzbergköpfel. Diese Tour war die erste mit einer nennenswerten Anzahl von Höhenmetern in den letzten 6 Monaten. Die Muskeln brannten, die Gelenke knirschten und ich wäre schon nach dem ersten Kilometer am liebsten umgekehrt. Doch als die erste halbe Stunde überwunden war, hatte ich plötzlich meinen Rhythmus gefunden und es ging wie von alleine. Die Frage war, ob sich der Zustand über die Tour hinweg einigermaßen aufrechterhalten lassen würde.

Die Abfahrt zum Schliersee beginnt interessant mit einem kurzen knapp 1 km langen Trailstück, der dann leider auf eine unspannende Forststraße mündet, auf der man die meiste Zeit abrollt. Nur die letzten 200 Hm konnte ich auf einem flowigen S1-Trail hinunter zum See biken. Bei sonnigen 30°C konnte man sogar im See baden! Nach kurzer Pause ging es von Fischhausen wieder eine steile Forstraße 300 Hm bergrauf zum Auracher Köpfl. Ich war voller Energie und konnte die Steigung mit guter Geschwindigkeit hinter mich bringen, ohne außer Atem zu kommen. Einzig geschwitzt habe ich wie ein Tier, dank der hochsommerlichen Temperaturen. Es folgte eine Abfahrt auf einem breiten steinigen Wanderweg, der bald in einer Forstraße übergeht. Ich erreichte Oberleiten und bin oben am Hang über Ledersberg nach Schliersee abgebogen.

Der dritte und letzte Anstieg ist der schwierigste. Hier werden Kondition und Willenskraft auf eine Probe gestellt. Es geht von Schliersee über Hausham, und dann die extrem steile Asphaltstraße insgesamt 500 Hm hinauf bis zur Gindelalm. Die Straße ist teils so steil, dass Biker mit nicht sehr guter Kondition wahrscheinlich stellenweise schieben werden. Dafür fahren hier kaum Autos, so dass der Anstieg doch recht angenehm zu bewältigen ist. Die Gindelalm auf 1280 m Höhe habe ich jedoch ohne Schwierigkeiten erreicht. Nach einer kurzen Pause ging es auf einem schönen Wanderweg hinüber zur Neureutalm, dann folgte die leider recht monotone bremsbelagtötende Abfahrt zurück nach Tegernsee.

Fazit: Geniales Bergtraining mit 3 harten Anstiegen. Landschaftlich durchschnittlich (ist eben kein Hochgebirge), Trailspaß leider zu selten. Trotzdem eine lohnenswerte Tour. Die Transalp 2012 kann kommen!

blog_2012_06_20

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