Speck weg – 2. Woche

Aktueller Status

Ich fühle mich weiterhin sehr gut und konnte meinen Gewichtserfolg halten bzw. etwas verbessern. Wie vermutet läuft die Gewichtsreduktion nun wesentlich langsamer ab. Aber das ist gut so, lieber langsam und nachhaltig, als schnell und mit Jojo-Effekt. Ich dachte eigentlich, dass ich es diese Woche nicht schaffen würde, da ich an zwei Abenden etwas zu viele Kohlenhydrate gegessen hatte, aber meine Ernährung scheint doch besser gewesen zu sein, als erwartet.

  • Gewicht: 76,2 kg (Vorwoche 76,5 kg; Startgewicht 78,7 kg)
  • Körperfettanteil: 13,7 %
  • Muskelanteil: 41,7 %
  • Grund-Kalorienumsatz: 1727 kcal

Körperfettanteil, Muskelanteil und Kalorienumsatz werde ich zukünftig nicht mehr anzeigen, weil die Messungen der Waage sehr ungenau sind und die Daten nicht wirklich aussagekräftig. Auch werde ich die Fortschritte nur noch zweiwöchentlich dokumentieren, weil die Änderungen zu gering sind, um jede Woche was darüber zu schreiben.

blog_2016_01_16

Sport

Wie immer bin ich täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren und komme somit in dieser Woche auf ca. 150 km. Ich habe einen 5-km-Lauf absolviert, dafür eine halbe Stunde gebraucht und keinen Muskelkater bekommen. Dazu kam das übliche Kampfsporttraining und zwei kleine Krafteinheiten für den Rumpf.

Ernährung

Endlich wieder normales Essen! eine Ernährung ganz ohne Fleisch und Kohlenhydrate ist auf Dauer für einen Sportler untauglich. Es hatte aber trotzdem gut getan, mal für eine Woche Verzicht zu üben.

Wichtig war mir, nicht in alte Muster zurückzufallen und meinen Gewichtserfolg zu versauen, sondern mit Maß und Vernunft fortzufahren. Konkret heißt das, ich habe auf Weißmehl und Zucker größtenteils verzichtet. Ich habe nur etwa halb so große Portionen gegessen, wie im Dezember (mit Ausnahme beim Salat). Am schwierigsten war es, auf schlechte Kohlenhydrate am Abend zu verzichten. Einmal habe ich dagegen verstoßen und dafür am nächsten Tag gegengesteuert.

Am Wochenende gab es einen selbstgemachten Burger. Der bestand aus Bio-Rinderhackfleisch, einer Scheibe Gouda, Tomaten-Senfsauce, Zwiebel und einer Vollkornsemmel. Als Beilage habe ich die üblichen Potato Wedges oder Pommes weggelassen und den Burger auf einem Salatbett angerichtet. Die Portion war absolut ausreichend und sättigend. Außerdem habe ich Lasagne zubereitet, die zu 70% mit Gemüse und zu 30% mit Hackfleisch gefüllt war. Auf Sahne- bzw. Béchamelsauce habe ich ganz verzichtet und stattdessen eine Tomatensauce verwendet. Dadurch schmeckt die Lasagne tomatiger, was ich sowieso gerne mag. Außerdem habe ich Mozzarella und Gouda für die Füllung verwendet. Die Lasagnenudeln waren aus Vollkorn-Hartweizen. Ein Stück pro Hauptmahlzeit war hier ausreichend (früher hätte ich zweieinhalb Stücke gegessen, aber ich habe mich beherrscht). Unter der Woche gab’s mittags den üblichen großen Salat und Abends eine Kleinigkeit (z.B. ein kleines Stückchen von der Lasagne).

Erkenntnis

Der menschliche Körper gewöhnt sich an die Nahrung, ganz gleich ob sie gut oder schlecht ist. Stellt man die Ernährung um, dauert es eine zeitlang, bis der Anpassungsprozess des Körpers abgeschlossen ist. Vor allem wenn man von ungesunder zu gesunder Ernährung wechselt. Je länger man sich ungesund ernährt hat, desto schwieriger und langwieriger ist die Umstellung. Man wird zwar relativ schnell Erfolge in Form von Gewichtsverlust erzielen. Doch die Lust auf Kohlenhydrate und Zucker ist nach wie vor sehr groß und macht es einem verdammt schwer, nicht rückfällig zu werden. Der Körper verlangt danach, weil er es gewohnt ist!

Das ist auch der Grund, weshalb viele Diäten einfach nicht erfolgreich sind. Wenn man ein Jahr oder länger mit Kohlenhydraten/Zucker/Fastfood über die Stränge geschlagen hat, kann eine Diät zwar die Veränderung einläuten. Aber besonders danach braucht es enorme Willenskraft, durchzuhalten und auf dem Weg zu bleiben. Ansonsten sind die hart erkämpften Kilos schnell wieder drauf. Wer sich (wie ich) wenige Monate suboptimal ernährt hat, kann schon innerhalb von ein paar Wochen einen nachhaltigen Erfolg erzielen. Wer jahrelang zu viel Weißmehl, Zucker, ungesundes Fett oder Fastfood gegessen hat, benötigt für die Umgewöhnung gewiss ein halbes Jahr oder länger.

Für mich ist die Herausforderung nun, in den nächsten Wochen konsequent zu bleiben und weiterhin ungesundes Essen zu vermeiden.

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1 Antwort

  1. Georg sagt:

    Ich finde dein Essen absolut super. Sieht lecker aus, selber gemacht. Und ich denke, wer sich da mal dran gewöhnt hat hält das auch dauerhaft durch. Je nach Sport kann man ja auch mal was zufuttern. Béchamelsauce hab ich schon lange verabschiedet, aber ohne Fett wird so was schnell arg bröselig und geschmacksarm. Schlecht KH’s haben bei mir lange genug einen gewaltigen Brocken in der Bilanz ausgemacht.

    Grüsse, Georg

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