Gewaltmarsch auf den Großen Traithen

Als Vorbereitung auf die geplante Alpenüberquerung zu Fuß, die eine Distanz von 130 km und einen Gesamtanstieg von 14.170 Hm abdecken wird, haben Gregor und ich eine recht umfassende Bergwanderung unternommen. Da das aktuelle Wetter keine Hochgebirgswanderung zuließ (es lang noch eine Menge Schnee oberhalb von 1800 m), hatten wir uns eine Route in den Bayerischen Voralpen herausgesucht. Dabei wollten wir in Bezug auf die Distanz einmal unsere Grenzen ausloten. Das Tagespensum auf dem Alpencross wird ungefähr zwischen 12 und 20 km Etappenlänge im Hochgebirge liegen.

Gut ausgerüstet haben wir uns von Kiefersfelden auf den Weg zum Großen Traithen gemacht. Zunächst ging es durchs Gießenbachtal bergauf. Kurz nach dem Natufreundehaus wurde der Pfad dann abenteuerlicher. Nach der Steilenalm erreichten wir das Wegekreuz, bei dem der Anstieg zum Steilnerjoch (1750 m) abzweigte. Auf einem teils von Schneefeldern bedeckten Grat wanderten wir weiter über das Unterbergjoch zum Großen Traithen (1850 m). Der Aufstieg zog sich unerwartet in die Länge und es war bereits 15 Uhr, als wir das Gipfelkreuz erreichten.

Das Wetter war bombig, ebenso wie die Aussicht, die einen ungebremsten Fernblick auf den Alpenhauptkamm ermöglichte. Auf der anderen Seite breitete sich die weite Ebene des Alpenvorlandes vor uns aus. Der Abstieg ging leichter vonstatten und wir kamen bald am Brünnsteinhaus vorbei und nahmen die ätzend steile Forststraße hinab in die Mühlau. Geplant war eigentlich ein anderer Weg, doch wir hatten für heute genug und entschieden uns für den direkten Heimweg. Nach einem stärkenden Abendessen im Café Dörfl ging es weiter hinunter nach Kiefersfelden, das wir bei Dämmerung erreichten.

Insgesamt knapp 30 km und 1600 Hm Anstieg hatten wir an diesem Tag runtergerissen, meiner Meinung nach eine beachtliche Leistung für die erste Tour in diesem Jahr! Die Alpencross-Etappen sollten wir in dem körperlichen Zustand also meistern können.

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