Je nach Art des Vorhabens benötigt man individuell angepasste Ausrüstung. Die Ausrüstung für das Vorhaben Alpencross muss optimiert sein auf Gewicht, Größe und Wetterfestigkeit. Der Rucksack sollte nicht mehr als 6-8 kg wiegen, weil sonst der Spaß beim Trailfahren merklich gemindert wird. Im Folgenden ist die Ausrüstung beschrieben, die ich verwende wenn ich alleine eine Woche lang in den Alpen unterwegs bin:
Packliste

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Rucksack

Die Bedingungen, die der Rucksack erfüllen muss, sind klar: Wasserdicht und ein Fassungsvermögen von rund 25 Litern. Die meisten Hersteller bieten Regenschutzhüllen für ihre Bike-Rucksäcke. Ich habe jahrelang einen Deuter Cross Bike verwendet. Der Rucksack ist recht gut, aber die Regenschutzhülle ist mäßig wirksam. Besonders bei langen Regentouren weicht der Rucksack an der Rückenseite durch. Die Befestigung der Regenhülle ist ein Gefummel mit Klettverschluss, das nicht richtig taugt. Außerdem schwitzt der Rücken stark, da besonders bei vollem Rucksack die Belüftung nicht optimal ist. Also nicht gerade das Gelbe vom Ei.
In Bezug auf Wasserdichtigkeit fällt mir natürlich sofort Ortlieb ein, ein Hersteller der sich auf Fahrrad- und Motorradpacktaschen spezialisiert hat. Tatsächlich gibt es dort einen interessanten Bike-Rucksack names Ortlieb Flight. Dieser ist absolut wasserdicht und aus extrem robustem Gewebe gefertigt, das an den Nahtstellen wasserdicht verschweißt ist. Selbst die Reißverschlüsse sind dicht; man könnte mit dem Rucksack praktisch baden gehen. Mit seinen 1,3 kg Leergewicht ist die 22-Liter-Version etwas schwerer als vergleichbare Bike-Rucksäcke, aber die paar Gramm spielen für mich keine Rolle. Das Rückennetz in Kombination mit dem Rückengestänge sorgt dafür, dass immer genug Luft zwischen Rucksack und Rücken zirkulieren kann und man nicht so sehr schwitzt.
Es ist jedoch zu beachten, dass bei solchen Rucksäcken das Kunststoffkreuz, welches das Rückengestänge in der Mitte fixiert, nicht auf die Wirbelsäule drücken darf. Damit dies nicht passiert, muss das Rückennetz gut gespannt sein. Außerdem sollte man den Rucksack nicht extrem prall füllen. Der 22-Liter-Rucksack, den ich in 2010 verwendet habe, könnte deshalb für den Alpencrosser etwas zu knapp bemessen sein. Ich würde deshalb die 27-Liter-Version empfehlen, die ich selbst seit 2011 einsetze. Im 27-Liter Ortlieb Flight kann das aufgelistete Gepäck problemlos untergebracht werden.
Rahmentasche

Um den Rücken zu entlasten macht es Sinn, schwere und kleine Gegenstände wie z.B. Werkzeug in Rahmentaschen auszulagern. Diese Taschen können in das Rahmendreieck des Bikes eingehängt werden. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen von Herstellern wie Deuter, VauDe, Abus und anderen. Wichtig dabei ist, dass die Rahmentasche das hintere Federelement nicht behindert und nicht herumwackelt. Satteltaschen können auch sehr nützlich sein, sie dürfen aber bei schwierigen Trails nicht zu sehr wackeln und keinesfalls das Herunterstellen des Sattels behindern.
Schlafsack

Gewicht und kleines Packmaß sind die wichtigsten Kriterien für den Schlafsack. Wenn man nicht viel Geld ausgeben will kann dies nur ein Sommerschlafsack erfüllen kann. Bei Temperaturen unter 10 °C wird es dann jedoch ziemlich unangenehm, selbst wenn man sämtliche Kleidung anzieht. Besonders nützlich ist solch ein Schlafsack für Hüttenübernachtungen.
Brauchbare Sommerschlafsäcke sind zum Beispiel der Salewa Sigma Micro 600 (600 g), Deuter Dreamlite 500 Regular (500 g) oder der Tagoss Sundance Ultra lite (750 g). Die Modelle lassen sich auf ein Packmaß von um die 28 x 14 cm zusammenrollen. Der Komfortbereich liegt bei ca. 10-15 °C. Bei niedrigeren Temperaturen sollte man warme Sachen anziehen und zusätzlich den Biwaksack verwenden.
Es gibt auch sehr hochwertige Daunenmodelle mit größerem Temperaturbereich, höherem Komfort und trotzdem geringem Gewicht. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die so genannte Bauschkraft, die in cuin angegeben wird (cuin = cubic inches per ounce). Je höher der Wert, desto besser die Wärmeisolierung im Verhältnis zum Packmaß. Hochwertige Daunen wie z.B. die norwegische oder polnische Gänsedaune haben einen Wert von 700-800 cuin. Diese Schlafsäcke sind jedoch sehr teuer (mehrere hundert EUR) und lohnen sich eher für Leute, die häufig Outdoor-Urlaube bei Temperaturen von 5 °C oder niedriger machen.
Ein sehr guter aber doch bezahlbaren Schlafsack ist der X-Lite 200 von Cumulus mit 850 cuin und einem Gewicht von ca. 450 g. Sein Komfortbereich geht bis 3 °C herunter.
Mehr Informationen über das Campen in den Alpen findest du auf meiner Transalp Seite
Isomatte

Die Isomatte ist ein absolutes Muss, da der Boden nachts die Wärme regelrecht aus einem heraussaugt. Das Problem mit Isomatten ist weniger das Gewicht, sondern eher das Packmaß.
Am bequemsten sind die selbstaufblasenden Thermoluftmatratzen. Es gibt ein interessantes Modell von Therm-A-Rest namens ProLite Plus. Die mittlere Version mit 51 x 183 cm wiegt 680 Gramm und hat ein Packmaß von nur 28 x 12 cm, ist aber recht teuer. Das größte Problem dieser Luftmatratzen ist, dass man höllisch aufpassen muss, sie auf keine spitzen Steine oder Dornen zu legen, ansonsten wird man ständig zum Flickzeug greifen müssen.
Alternativ kann man sich auch mit einer simplen Schaumstoffmatte begnügen. Hier gibt es auch einige Qualitätsunterschiede beim verwendeten Polyethylen. Billige Matten sind nicht druckbeständig und behalten ihre isolierende Wirkung nicht. Für einen 1-wöchigen Alpencross ist das jedoch eher irrelevant. Bessere Matten bestehen aus geschlossenzelligem PE-Schaum, sind elastischer und druckbeständiger. Ich verwende eine 5-Euro-Billigmatte, die ich zur Not nach dem Alpencross auch entsorgen kann. Der Nachteil der Schaumstoffmatten ist das größere Packmaß, der Vorteil ist das vernachlässigbare Gewicht (um die 300 Gramm).
Zelt/Biwak

Wenn man einmal in den Bergen im Freien übernachten muss, sollte man ein Biwak oder ein Leichtzelt (Tarp) mitnehmen. Diese schützen nicht nur vor Regen und schlechtem Wetter, sondern halten auch in kalten Nächten effektiv den Wind ab und verbessern so den Temperaturbereich des Schlafsackes.
Die wohl praktischste und leichteste Lösung ist ein Biwaksack. Mit einem Gewicht von rund 500 Gramm und kleinem Packmaß kann er in jedem Rucksack untergebracht werden. Wichtig ist natürlich, dass der Biwaksack wasserdicht ist. Man sollte außerdem wissen, dass der Körper nachts viel Feuchtigkeit abgibt, die sich dann in Form von Kondenswasser innen am Biwaksack absetzt. Atmungsaktive Biwaksäcke sind teurer und werden innen weniger feucht, aber selbst diese sollten zusammen mit dem Schlafsack nach Gebrauch möglichst in der Sonne getrocknet werden. Biwaksäcke gibt es von verschiedenen Firmen für Outdoor-Bedarf, wie z.B. Salewa oder VauDe. Ein taugliches und preisgünstiges Modell ist z.B. der Salewa Bivibag Storm.
Tarps haben das Kondenswasser-Problem nicht, bieten einen besseren Schlafkomfort und teils auch Moskitoschutz, sind aber für einen Alpencross nicht undbedingt notwendig. Einpersonen-Tarps wiegen um die 600-800 Gramm.
Werkzeug

Für Pannen und Notfälle benötigt man Werkzeug, auf das man sich verlassen kann. Standardwerkzeug ist unhandlich und schwer. Deshalb sollte man auf Tools zurückgreifen, die alles bieten was man zum Reparieren eines Mountainbikes braucht, und trotzdem handlich und leicht sind.
Das Alien II von Topeak hat diverse Praxistests erfolgreich absolviert. Mit seinen nur 270 Gramm bietet es Innensechskant mit 2/2.5/3/4/5/6/8/10mm, Vielzahnschlüssel T25, Ringschlüssel 8/9/10mm, Speichenschlüssel 15g/14g, Kettennieter, Kettenhaken, 2 Reifenheber, Pedalschlüssel, Kreuzschlitz- und Flachkopf-Schraubendreher, Messer, Flaschenöffner und ein Staufach für 2 Nietstifte.
Wichtig beim Flickzeug ist, dass es gut verpackt ist, so dass die Tuben mit der Vulkanisierlösung nicht beschädigt werden. Vorsicht: Auch ungeöffnete Vulkanisierlösung trocknet im Laufe der Jahre ein. Das kann im Pannenfall fatal sein. Außerdem sollte man mindestens einen Ersatzschlauch dabeihaben. So kann man nach dem Schlauchwechsel sofort weiterfahren und den beschädigten Schlauch später flicken.
Schutzbekleidung
Ein Helm ist beim Mountainbiken sowieso obligatorisch. Fahrradhandschuhe würde ich dringend empfehlen, damit man sich beim Sturz nicht die Handflächen zerstört. Über Arm- und Beinprotektoren kann man nachdenken. Meiner Meinung nach sollte jeder seinen Fahrstil und die Risikobereitschaft selbst einschätzen und danach entscheiden, ob er Protektoren verwenden will. Besonders Schienbeinschützer können typische Narben von Pedalen und Kettenblatt verhindern, die man sich beim Mountainbiken leicht zuzieht. Das Mehrgewicht und vor allem die Sperrigkeit sollte man bei einem Alpencross natürlich auch berücksichtigen.
Fahrradschloss

Kein Mensch wird ein 1 kg schweres Stahlbügelschloss mit über die Alpen schleppen. Sinn des Schlosses ist es nicht, dem größten Bolzenschneider zu widerstehen, sondern zu verhindern, dass jemand sich blitzschnell das Bike greift und einfach wegfährt. Da man bei einer Transalp das Bike ohnehin ständig bei sich haben sollte, ist ein relativ leichtes Kabelschloss ausreichend. Das Kabel sollte so dick sein, dass man es mit einem Seitenschneider nicht durchknipsen kann. Interessante Varianten gibt es z.B. von Abus (Schlaufenkabel mit Vorhängeschloss). Mit 8 mm Dicke und 2 m Länge wiegt das Teil gerade mal 300 Gramm (ohne Vorhängeschloss). Damit kann man sehr gut bis zu 2 Bikes sichern.
Pedale und Schuhwerk

Zuerst muss man sich entscheiden, ob man mit oder ohne Klickpedalen fahren will. Klickpedale sind bei der Kraftübertragung etwas effizienter, da man bei der Aufwärtsbewegung der Pedale diese mit dem Fuß nach oben ziehen kann, und dadurch eine gleichmäßigere Belastung hat. Außerdem hat man etwas mehr Kontrolle über sein Bike auf schwierigen Downhill-Trails. Ansonsten halten sich die Vorteile in Grenzen. Nachteil von Klickpedalen ist, dass man bei der Wahl des Schuhwerkes eingeschränkt ist. Bei unerwarteten Stopps kommt es nicht selten vor, dass es der Biker nicht rechtzeitig schafft, sich aus den Pedalen zu klinken und den Fuß abzusetzen, und dann mitsamt dem Fahrrad umkippt.
Ich bevorzuge es auf ganz simplen Käfigpedalen zu fahren und mir genau den Schuh zu suchen, der für die jeweilige Situation passend ist. Da beim geplanten Alpencross viele Schiebe- und Tragestrecken in schwierigem Gelände vorkommen, ziehe ich richtige Bergschuhe vor. Bergstiefel mit hohem Schaft kann man in Erwägung ziehen, wenn man sehr viel über Fels und Geröll schiebt und trägt, da sie noch besser vor dem Umknicken schützen. Wichtig ist, dass der Schuh eine feste steife Sohle hat, leicht und wasserdicht ist.
GPS-Navi

Über GPS wurde ja bereits auf meiner GPS-Navi-Seite genug geschrieben. Ich benutze das Garmin eTrex Legend HCx. Das ist robust und wasserdicht. Ein großer Vorteil ist, dass das Legend mit auswechselbaren AA-Batterien betrieben wird und etwa 20 Stunden Laufzeit hat. So kann man wahlweise bei Tagestouren Akkus verwenden, oder bei mehrtägigen Touren Erstatzbattereien mitnehmen oder unterwegs besorgen. Das Display lässt sich auch ohne Beleuchtung in fast allen Situationen gut ablesen, weil es das Umgebungslicht zurückreflektiert. Das spart eine Menge Strom. Es ist mit einer 2 GB MicroSD-Karte ausgestattet. Darauf hat das Kartenmaterial der kompletten europäischen Alpen inklusive Höhenlinien Platz, und noch viel mehr. Ich verwende die Karten von OpenMTBMap.
Noch ein Wort zur Befestigung: Von der Original-Garmin-Lenkerhalterung muss ich unbedingt abraten! Nicht nur sitzt das Navi darauf nicht fest genug und wackelt und klappert während der Fahrt. Auch ist mir bei meinem Alpencross 2010 bei einem Trail das Navi unbemerkt aus der Halterung gesprungen, obwohl es fest eingerastet war. So ein Navi-Totalverlust auf einem Alpencross ist denkbar ungünstig! Man sollte sich deshalb nach vernünftigen Befestigungsalternativen umsehen.
Ich habe mich für eine Vorbau-Halterung vom Hersteller Bikertech entschieden.
Digicam

Während eine digitale Spiegelreflexkamera sicher noch bessere Bilder liefert, würde sie aus Gewichtsgründen beim Alpencross eher nicht in Frage kommen. Empfehlenswert ist also eine kleine, handliche Digicam mit sehr guter Bildqualität und den notwendigen Features. Die Bildqualität hängt einerseits von der Größe des CCD-Sensors ab (bei 10-12 Megapixel etwa 1/1,8 Zoll Minimum, besser noch 1/1,7), als auch von der Objektivqualität und der Belichtungsautomatik. Ein Zoom mit Weitwinkel (idealerweise ab 28mm Brennweite) ist notwendig. Weiterhin wichtig sind mir eine Bildauflösung von mindestens 10 Megapixeln, optischer Bildstabilisator, Belichtungskorrektur, Video-Aufzeichnung in HD-Auflösung, Display mit einer Auflösung von mindestens 200.000 Pixeln (um die Qualität der Fotos besser beurteilen zu können), programmierbarer Selbstauslöser (mehr als 10 Sek., mehrere Bilder nacheinander), sowie ein Stativgewinde für das Gorillapod.
Für den Alpencross 2010 habe ich meine alte bewährte Canon Powershot G7 verwendet. Seit 2011 setze ich auf die Canon Powershot G12.
Gorillapod

Um auch anständig Fotos mit Selbstauslöser machen zu können, kommt das Gorillapod von Joby zum Einsatz. Dieses äußerst praktische Mini-Stativ ist eine geniale Erfindung! Dank seiner beweglichen Beine kann man das Stativ nicht nur auf sehr unebenen Untergrund platzieren, man kann es auch direkt an Ästen, Pfosten, Baumstämmen etc. befestigen. Eine kleine Vorrichtung erlaubt das einfache Einklinken der Digicam. Man muss dafür eine Digicam mit Stativgewinde haben. Es empfiehlt sich außerdem das Gorillapod SLR zu verwenden, da es Kameras mit bis zu 800 g Gewicht stabil halten kann und eine kleine Wasserwaage hat, mit der man die Kamera horizontal ausrichten kann (ein nicht zu unterschätzendes Feature). Das Teil wiegt 165 Gramm.
Taschenlampe

Es empfiehlt sich, eine leichte aber dennoch helle Mini-Taschenlampe auf den Alpencross mitzunehmen. Die nützt nicht nur nachts in Notfällen, sondern auch als Fahrradlicht wenn man bei Dunkelheit fahren oder einen Tunnel durchqueren muss. Es gibt hier sehr gute Modelle mit einer superhellen LED von unterschiedlichen Herstellern. Ich setze auf die Modelle von Fenix, wie zum Beispiel der LD10. Die ist sehr klein, benötigt nur eine AA-Batterie, ist wasserdicht und wirklich sehr hell. Dazu gibt es für wenig Geld eine praktische Lenkerhalterung mit Klettverschluss, die sich in der Praxis bewährt hat. Für Tunnelfahrten ist es sicher nicht verkehrt, noch ein kleines LED-Rücklicht dabeizuhaben.
Getränke und Salz

Man mag mich einen Spartaner nennen, aber ich trinke auf Biketouren ausschließlich Wasser. Apfelschorle und Co. sind mir zu süß. Isotonische Getränke sind meiner Meinung nach Humbug und schmecken übel. Mit Mineral-Brausetabletten ist es ähnlich, zumal das Zeug ekelhaft schmeckt wenn das Wasser warm geworden ist. Wasser gibt es in den Alpen fast überall und kostenlos. Bei einem Alpencross trinke ich etwa 8-10 Liter am Tag, vorzugsweise etwas angewärmt aus der Flasche und nicht direkt aus der Quelle. In Deutschland und Österreich ist das Nachfüllen an den vielen Brunnen problemlos möglich. Brunnen und Quellen unterhalb von Almwiesen sollte man meiden, da das weidende Vieh eventuell das Quellwasser verseucht hat. Auch in Italien habe ich mit Brunnen immer gute Erfahrungen gemacht (im Zweifelsfall fragen), jedoch sind dort die Quellen deutlich dünner gesät.
Da ich auf dem Alpencross sehr viel trinke und schwitze, wird dem Körper massiv Natrium entzogen. Damit es nicht zum Natriummangel mit den damit verbundenen Symptomen (Muskelkrämpfe, Leistungsabfall, Schwindel, Übelkeit) kommt, habe ich immer ein kleines Döschen Salz dabei. Davon löse ich etwa 2 Gramm (eine Prise) pro Liter im Trinkgefäß auf.
Ich habe gerne immer 2 Liter Wasser bei mir, das reicht normalerweise bis zur nächsten Nachfüllmöglichkeit. Flaschenhalter am Fahrradrahmen mag ich nicht so gerne. Auch deshalb, weil die Montage an einem Fully wegen des Dämpfers und des beweglichen Hinterbaus oft problematisch ist, besonders wenn man schon eine Rahmentasche montiert hat. Eine Wasserblase im Rucksack ist eine vernünftige Alternative. Ich persönlich setze auf den 2-Liter-Wasserbeutel von Ortlieb, der sich seit vielen Jahren bewährt hat. Trinkschläuche, die das Trinken während der Fahrt ermöglichen, halte ich für unnötig.
Müsliriegel selbst gemacht

Die meisten Müsliriegel, die man kaufen kann, sind nicht besonders viel wert. Sie sind nicht vollwertig und enthalten Zucker, Schokolade oder andere unerwünschte Zutaten. Selbst gemachte Müsliriegel sind die ideale Bikernahrung: Vitaminreich, mineralstoffreich, gesund, lecker, haltbar und sie liegen nicht schwer im Magen. Dieses Müsliriegel-Rezept habe ich durch viele Versuche selbst ausgetüftelt. Die Riegel sind sozusagen komprimierte Energie. Zwei Stück davon haben mich schon öfter über einen halben Tag ohne Nahrung gerettet. Hier ein erprobtes Rezept, welches 1 Backblech oder ca. 30-35 Riegel ergibt:
Zutaten:
- 50 g Butter
- 400 g Honig
- 80 ml Wasser
- 50 g Vollkornmehl
- 3 Esslöffel Kakaopulver
- 200 g feine Vollkorn-Haferflocken
- 400 g geriebene Nüsse, gehackte Mandeln, Sonnenblumenkerne etc.
- 300 g Rosinen, getrocknete Früchte, Citronat etc.
- (Die Mischungsverhältnisse von Haferflocken, Nüssen und getrockneten Früchten kann man gerne nach Gusto verändern.)
Zubereitung:
- Nüsse fein hacken oder mahlen. Getrocknete Früchte, Rosinen, Citronat klein hacken.
- Butter und Honig im Topf erhitzen.
- Mehl mit dem Wasser klumpenfrei verrühren.
- Alles in einen Topf geben und die restlichen Zutaten dazuschütten. Gründlich zu einer homogenen Masse vermischen.
- Die Masse bei geringer Hitze 10 Minuten ziehen lassen.
- Masse auf einem Backblech verteilen (Backpapier unterlegen!) und mit einem zweiten Backpapier von oben plattdrücken.
- Bei 140 °C etwa 30 Minuten lang im Ofen backen.
- Vor dem Abkühlen den Teig sofort in Form der Müsliriegel einschneiden. Abkühlen lassen.
Haltbarkeit:
Die Riegel sind im Kühlschrank einige Wochen lang haltbar, und im Rucksack einige Tage (nach 7 Tagen Alpencross waren sie bei mir noch einwandfrei). Diese Angaben natürlich ohne Gewähr.
Dörrfleisch-Rezept (Beef Jerky)

Zu meinen liebsten Snacks für unterwegs gehört das Dörrfleisch. Es hat einen hohen Nährwert, enthält Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem sorgt man für eine ausreichende Zufuhr von Salz, was gerade dann wichtig ist wenn man viel schwitzt. Das Dörrfleisch hat auch noch weiter Vorteile: Es ist bei richtiger Zubereitung viele Wochen lang haltbar und wiegt kaum etwas (weil ja das ganze Wasser entzogen wurde). Also ideal für mehrtägige Alpencross-Touren.
Hinweis: Da es sich ja um getrocknetes rohes Fleisch handelt, ist eine sorgfältige Zubereitung besonders wichtig. Damit sich keine Keime (Kolibakterien, Salmonellen) auf dem Fleisch vermehren können, müssen vorher die Hände gründlich gewaschen werden. Auch die Kühlkette des Fleisches sollte möglichst kurz unterbrochen werden. Bei Verletzungen an der Hand keinesfalls das Fleisch anfassen, weil es sonst zu einer gefährlichen Vermehrung schädlicher Bakterien kommen kann.
Zutaten:
- 500g Rind- oder Wildfleisch (kein Schwein) als Filetsteak mit möglichst geringem Fettanteil
- 4 Esslöffel Sojasauce
- 6 Esslöffel Essig (z.B. Balsamico)
- 2 Teelöffel Zucker
- 4 Teelöffel Salz
- 2 Esslöffel Knoblauchgranulat (alternativ 4 Zehen Knoblauch)
- Pfeffer, Chili
- Weitere getrocknete Gewürze nach Gusto (z.B. Koriander, Curry, Cumin, Kurkuma etc.)
- Keinesfalls Öl verwenden (das wird mit der Zeit ranzig)!
Zubereitung:
- Fleisch falls nötig von Sehnen und Fettresten befreien und dann einfrieren.
- Restliche Zutaten zu einer Marinade pürieren.
- Die Marinade schmeckt extrem intensiv und salzig, davon nicht irritieren lassen!
- Das gefrorene bzw. leicht angetaute Fleisch gegen die Faser (!) in 3-5 mm dünne Scheiben schneiden.
- Danach sofort in einen Gefrierbeutel geben und mit der Marinade bedecken.
- Möglichst alle Luft aus dem Gefrierbeutel pressen und diesen luftdicht verschließen.
- Marinade durch vorsichtiges Kneten gleichmäßig im Beutel verteilen.
- Das Fleisch über Nacht (mindestens 8 Stunden) im Kühlschrank marinieren.
- Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und möglichst viel Marinade aus dem Beutel pressen bzw. herauslaufen lassen.
- Fleisch möglichst gut von der Marinade befreien (Küchentücher sind ideal geeignet). Je trockener das Fleisch, desto schneller geht das Dörren!
- Nun wird das Fleisch möglichst schonend (idealerweise bei 40-50°C) gedörrt. Je schonender man dabei vorgeht, desto weniger zäh ist es hinterher! Das Fleisch kann im Backofen getrocknet werden (ein Dörrgerät wäre noch besser geeignet).
- Beim Trocknen im Backofen, Fleisch gleichmäßig auf dem Rost verteilen.
- Boden des Backofens mit Alufolie auslegen.
- Rost in den Backofen geben und die Temperatur auf ca. 40°C einstellen.
- Kochlöffel in die Backofentür klemmen, damit diese einen kleinen Spalt geöffnet bleibt und die Feuchtigkeit entweichen kann.
- Das Fleisch bleibt nun etwa 8-10 Stunden im Backofen.
- Das Dörrfleisch ist fertig, wenn es so trocken ist, dass man keine weichen Stellen mehr fühlt. Ich mag es sogar so trocken, dass man es leicht zerbrechen kann.
- Das Dörrfleisch muss nun vollständig auskühlen, bevor man es für die Lagerung in Gefrierbeutel verpackt und luftdicht verschließt.
Haltbarkeit:
Gut getrocknetes Dörrfleisch hält luftdicht verpackt bei Zimmertemperatur mindestens 3 Monate. Nach einigen Wochen kann sich ein weißer Belag bilden, bei dem es sich aber in der Regel nicht um Schimmel, sondern um Salz handelt. Diese Angaben setzen natürlich eine einwandfreie Verarbeitung voraus und sind ohne Gewähr!











