Gletschersau.de

08.01.2012

To GoPro or not to GoPro?

Schon seit langem fasziniert mich die Mini-Action-Kamera GoPro HD Hero. Für meine Zwecke wäre sie eigentlich ideal. Sie macht hochwertige Videos in HD-Auflösung, ist extrem klein, leicht, wasserdicht und kann auch gut am Bike oder sonstwo befestigt werden. Außerdem kann sie mit starkem Weitwinkel filmen. Gerade beim Alpencross 2011 konnte ich zum Beispiel meinen Aufstieg zum Almajurjoch nicht gescheit filmen, weil ich einfach keine Hand frei hatte. Auch meine Regenfahrt blieb undokumentiert, weil meine Digicam nicht wasserdicht ist. Die GoPro wäre also eine gute Ergänzung zu meiner Digicam.

Was mich bisher vom Kauf abgehalten hat, sind zwei Dinge: Ich müsste ein weiteres Gerät mit Ladegerät und Ersatzakku über die Alpen schleppen. Und der Preis ist mit 350 EUR für das aktuelle Modell GoPro HD Hero 2 nicht gerade niedrig. Allerdings gibt es das Vorgängermodell schon für rund 190 EUR, was die Sache wieder etwas interessanter macht. Technisch hat sich das neue Modell in einigen Dingen verbessert, die für mich allerdings nicht so relevant sind: Verbesserte Schärfe (kann ich per Software lösen), mehr Einstellungen für Full-HD (nutze ich nicht), 3 Brennweiten statt einer für HD (dafür habe ich meine Canon G12), Spracheingabe (irrelevant), und ein paar andere Unwichtigkeiten. Soll ich mir also die GoPro HD Hero zulegen...?


23.12.2011

Alpencross 2011 - Der Film!

Der Film zum Alpencross 2011 ist fertig! Das Besondere daran ist, dass das Video von Sebastian Schulze mit Tonstudiotechnik professionel vertont wurde. Das heißt, technische Aufbereitung der Original-Tonspur (wegen der miserablen Aufnahmequalität meiner Digicam) und individuell komponierte Musik dazu. Deswegen hat es auch ein wenig gedauert.
Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen, fröhliche Weihnachten und ein flowiges Bikejahr 2012!

Alpencross 2011 - Der Film

12.11.2011

Video-Trailer Alpencross 2011

Damit das Warten nicht so lange wird, hier ein kurzer Vorschau-Trailer zum diesjährigen Alpencross-Video. Das komplette Video wird momentan noch professionell vertont und wird bis Ende Dezember fertig sein.

Alpencross 2011 Trailer

05.11.2011

Alpencross 2012 - Die Route

Es wurmt mich immer noch etwas, dass ich so viele interessante Pässe beim Alpencross 2011 auslassen musste. Das sollte mir diesmal nicht passieren. Ich habe also versucht, eine gesunde Mischung zwischen knackigen Extrempassagen und halbwegs angenehm fahrbaren Routen zu finden. Wie immer hatte ich bereits ein paar Abschnitte im Kopf und habe die Route danach ausgerichtet.
Etliche Wochen und sieben Wanderkarten später steht nun halbwegs fest, auf welchen Wegen ich in 2012 die Alpen überqueren werde. Startpunkt ist Füssen, genau wie in 2010. Allerdings werde ich mich auf ganz anderen Routen bis nach Südtirol vorarbeiten und dann endlich das Planeiler Schartl in Angriff nehmen. Danach geht es ab ins Vinschgau und in die Schweiz über den Passo Val Mora. Ein weiteres Highlight ist der Passo del Mortirolo in der Lombardei. Außerdem werde ich den Passo di Campo queren, wo mit einer längeren Tragestrecke zu rechnen ist. Die Schlussetappe wird wieder über den Monte Tremalzo verlaufen.

Insgesamt erwarten mich rund 17.000 Höhenmeter und 410 km, wenn ich das tatsächlich so durchziehe. Das klingt viel, aber drei der Pässe sollten auf Asphalt fahrbar sein, was die Sache wieder relativiert. Vorsichtshalber plane ich diesmal eine Zeitdauer von 9 Tagen ein.

Höhenprofil Alpencross 2012

30.09.2011

Zesty 514 Reklamation

Nach dem Rahmenbruch beim Alpencross 2011 hat mein Bikehändler das Lapierre Zesty 514 eingeschickt. Rund zwei Wochen später wurde mir das Angebot von Lapierre übermittelt: Da der 2009er Rahmen vom 514 nicht mehr lieferbar ist, könnte ich dafür den Rahmen des Zesty 214 bekommen. Das habe ich jedoch abgelehnt, denn auch wenn der Rahmen technisch kaum Unterschiede zum 514 aufweist, würde er das Bike allein wegen der Typenbezeichnung sehr abwerten. Daraufhin wurde mir alternativ der 2010er Rahmen vom Zesty 514 angeboten, und zwar für einen Aufpreis von 275 Euro. Immerhin hätte der Rahmen ja einen Carbon-Hinterbau und wäre wesentlich mehr wert. Ich fand das schon etwas merkwürdig, dass ich bei einem Gewährleistungsfall noch draufzahlen muss, um einen passablen Ersatz zu bekommen.

Sei's drum, ich bin mit dem neuen Rahmen soweit wirklich zufrieden. Der Carbon-Hinterbau macht das Bike auch noch ein paar Gramm leichter. In Ordnung ist der Aufpreis zwar nicht, denn nach Gewährleistungsrecht hätte ich Anspruch auf einen mindestens gleichwertigen Ersatz (OHNE Aufpreis) oder auf Wandelung. Allerdings kann ich auch nicht darüber meckern, nun einen neuen hochwertigeren Rahmen zu haben.

Lapierre Zesty 514 2010

24.08.2011

Alpencross 2011 - Resümee

Meine diesjährige Transalp war wieder einmal ein tolles Erlebnis gewesen. Es gab weder Pannen noch Verletzungen. Verloren habe ich lediglich meine Fahrradhandschuhe und mein Ciabatta, wovon ich besonders letzteres vermisst habe. Ansonsten schien mein Unternehmen diesmal unter einem schlechten Stern zu stehen. Ein verregneter, kalter, herbstlicher Sommer war mein erstes Problem. Als ich endlich aufgebrochen bin, war das Wetter zwar halbwegs stabil, aber dennoch sehr kühl. Die Temperaturen lagen die ersten fünf Tage eher unter 20°C und nachts zwischen 0 und 5°C. Eine Gewitterfront hatte mich am vierten Tag an einer Passüberquerung gehindert und meine Route komplett über den Haufen geworfen.

Jaja, die Route. Ein Thema für sich... Wie man hier nachlesen kann, hatte ich den Anspruch, dieses Mal eine besonders ausgefallene und anspruchsvolle Route zu wählen. Die Routenwahl an sich war auch gar nicht schlecht, jedoch kristallisierte sich bereits am ersten Tag meiner Alpenüberquerung heraus, dass sie in der geplanten Zeit von 8 Tagen niemals zu schaffen ist. Ich hätte stattdessen mindestens 12 Tage benötigt. Es ist nämlich ein Riesenunterschied, ob man 1500 Höhenmeter auf einer Passstraße hochfährt, auf einem Karrenweg radelt, schiebt oder trägt. Und bei fast allen meiner gewählten Pässe (Große Steinscharte, Almajurjoch, Seßladjoch, Masnerjoch, Tscheyer Schartl, Planeiler Schartl, Madritschjoch, Sallentjoch, plus drei Pässe in der Brenta) wäre hauptsächlich Tragen und manchmal Schieben angesagt. Unter solchen Umständen sollte man pro Pass jeweils einen ganzen Tag einplanen. Allein für die Querung der Steinscharte hatte ich fast 9 Stunden gebraucht (davon 5 Stunden tragen), für das Almajurjoch 8 Stunden (3 Stunden schieben, 3 Stunden tragen). Diese Erkenntnisse werden natürlich in die Planung meiner nächsten Alpenüberquerung mit einfließen.

Quer durch die Brenta würde ich auch kein zweites Mal fahren. Zwar ist die Gegend landschaftlich beeindruckend, aber weder ist dort Mountainbiken erlaubt, noch sind die Wege dafür geeignet. Es war einen Versuch wert, schreit aber nicht nach Wiederholung.

Meine Ausrüstung war top, hier gab es weder Mängel noch Fehler. Alles war optimal auf das Vorhaben abgestimmt. Der Ortlieb-Rucksack hat diesmal bei einer 5-stündigen Fahrt durch Starkregen seine Wasserdichtigkeit erfolgreich unter Beweis stellen können. Allein umfangreicheres Kartenmaterial wäre nützlich gewesen, was aber auch an meiner etwas unrealistischen Planung lag. Ach ja, das Dörrfleisch ziehe ich eindeutig den Müsliriegeln vor.

Ab sofort ist ein ausführlicher Reisebericht mit Fotos online. Das ca. 30-minütige Dokumentationsvideo ist in Arbeit und wird noch etwas brauchen.

Karte Madritschjoch

19.08.2011

Alpencross 2011 - geschafft!

Nach meiner Rückkehr von einem ziemlich verrückten Alpencross bleibt zu bemerken, dass ich den Zeitaufwand für die Überwindung diverser Pässe enorm unterschätzt habe und dass nach mehreren Routenänderungen dann doch noch alles super gelaufen ist, allerdings fast nichts so wie geplant. Ein detaillierter Bericht meiner abgefahrenen Erlebnisse inklusive vieler Fotos folgt bald, und ein längeres Dokumentationsvideo wird in etwa 2 Monaten fertig sein.

Almajurjoch

11.08.2011

Alpencross 2011 - Weg hier!

Automatisches Update: Zum Zeitpunkt dieses Blogeintrages bin ich bereits unterwegs auf meinem Freeride Alpencross 2011. Es hat nun endlich doch geklappt! Ich habe eine Periode mit brauchbarem Wetter erwischt und mich kurzerhand in den Zug nach Immenstadt gesetzt. Nun bleibt die Hoffnung, dass ich heil und nicht allzu durchnässt mein Ziel erreiche!

Ich habe also für einige Tage den verrückten Alltag komplett hinter mir gelassen. Finanzkrise, Schwarzer Freitag am 5. August, massive Abwertung der Weltwährungen EUR und USD, Herabstufung der USA auf AA+, berechtigte Sorge der Bürger um ihre Ersparnisse, ungewisse Zukunft in Europa, Beschwichtigungsversuche aus der Politik die niemand mehr glaubt. Eine Woche lang werde ich davon nichts mehr mitbekommen. Es wird die anstrengendste und gleichzeitig erholsamste Woche des Jahres werden. Einen ausführlichen Bericht gibt es dann nach Abschluss meiner Reise hier auf gletschersau.de.

Alpencross 2011

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