Back to the Roots: Kompaktkamera

Nach meinem Ausflug in die Welt der spiegellosen Systemkameras, der Anfang 2013 mit der Sony NEX-6 begann, habe ich mich nun doch entschlossen und mich schweren Herzens von meiner Sony A6000 getrennt. Die A6000 ist heute technisch eine der besten Systemkameras am Markt. Kompakt, schnellster Autofokus, professionelle Funktionen, 24 Megapixel (APS-C Sensor 23,6 x 15,8 mm), geringes Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen (gute Ergebnisse bis ISO 3200), Serienbilder mit 10 Bildern/s und kontinuierlichem Autofokus, Filmen in Full-HD im AVCHD-Format. Zusammen mit einem guten Objektiv wie z.B. dem Zeiss SEL1670 (24-105 mm/f4) eine Spitzenkamera.

Warum also wechseln?

Zum Einen habe ich die Funktionen und Merkmale, welche die A6000 von anderen Kameras abhebt viel zu selten genutzt. Meine Fotos wandern entweder in ein Fotobuch oder auf die Webseite, nicht etwa auf Plakate. Der schnelle Autofokus ist toll, aber für das Fotografieren im Outdoor-Bereich eher irrelevant. Dafür war mir die Investition auf Dauer dann doch zu hoch, und somit habe ich die A6000 mit allen Objektiven wieder verkauft (bevor der Preis weiter fällt).

Zu meinem Entschluss beigetragen hat, dass ich zuhause noch eine Sony RX100 Kompaktkamera herumliegen hatte. Die Kamera ist dank ihres großen Sensors (CMOS Sensor 13,2 x 8,8 mm) in Bezug auf die Bildqualität derzeit eine der besten Kompakten mit Zoomobjektiv am Markt. Sie ist unglaublich klein, hat 20 Megapixel und bietet professionelle Einstellungsmöglichkeiten. Das Bildrauschen ist bis ISO 800 einwandfrei. Fotografieren im RAW-Format liefert spitzenmäßige Ergebnisse. Auch sie filmt in Full-HD, AVCHD. Das Objektiv mit 28-100 mm/f1,8-4,9 ist ebenfalls in Ordnung.

Ich werde dieses Jahr also mit der Sony RX100 fotografieren und filmen und bin mir sicher, dass der Unterschied beim Video und den Bildern auf dieser Webseite nicht auffallen wird. (Oder hat jemand bei den 2015er-Fotos im Blog einen Qualitätsunterschied bemerkt? Ich glaube nicht!) Ich selbst werde den Unterschied nur deswegen merken, weil ich eine wesentlich kleinere Kameratasche am Hüftgurt hängen haben werde, als letztes Jahr. :-)

Sony RX100 und A6000

Sony RX100 und A6000

Ein paar Kleinigkeiten kann ich bei der RX100 dennoch anmerken:

  • Mir fehlt das neigbare Display, was Aufnahmen in Bodennähe schwierig macht. Die RX100 II oder III hätten das, aber bieten sonst keine wichtigen Vorteile, dafür aber einen deutlich höheren Preis.
  • Die 20 Megapixel der RX100 klingen viel, realistisch liefert das Objektiv die Auflösung bei schlechten Lichtverhältnissen jedoch nicht ganz und man kann die Bilder dann auch ohne Verlust auf ca. 16 MP verkleinern.
  • Bei sehr schlechten Lichtverhältnissen, besonders wenn man auf ISO 3200 oder höher gehen muss, ist das Bildrauschen ziemlich stark.
  • Wenn man zwischen Video und RAW-Fotos wechselt, braucht die Kamera ein paar Sekunden, bis sie die gepufferten Daten auf die Speicherkarte geschrieben hat.

Fakt ist jedoch, dass trotz dieser kleinen Mankos keine Kompaktkamera von einem anderen Hersteller mit der RX100 mithalten kann (außer vielleicht die Panasonic LX100, jedoch für einen deutlich höheren Preis, größeren Abmessungen und höherem Gewicht). Ich warte schon gespannt auf den Nachfolger der RX100-Serie, der voraussichtlich im Juni 2015 angekündigt wird. Vielleicht wäre dann das etwas für nächstes Jahr?

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4 Antworten

  1. Frank sagt:

    Die Bildquali von der RX-100 ist wirklich super, kann ich bestätigen, ich hab die Kamera auch und sie kommt sogar an viele SLRs ran. Du schreibst daß ein Nachfolger kommen soll. Weiß man schon wann und was der dann besser kann?
    Danke für deinen super interessanten Artikel zu RAW Fotos, der hat mir die Augen geöffnet und ich werde mit RAW experimentieren. Die RX-100 kann das ja zum Glück.

    • Gletschersau sagt:

      Verlässliche Informationen zum Nachfolger gibt es noch nicht. Die Gerüchteküche sagt, dass die Kamera im Sommer (Juli/August) im Handel sein wird. Ich rechne mit folgenden Verbesserungen im Vergleich zur RX100-III: 4k-Video, größerer Sensor, verbesserte Bildqualität (besonders im hohen ISO-Bereich), schnellerer Autofokus. Ein etwas größerer Brennweitenbereich wäre wünschenswert. Aber wie gesagt, bisher alles Mutmaßungen.

  2. Martin sagt:

    Hey Andi, du hast bestimmt einen Ersatzakku für die RX100 – und wahrscheinlich nicht das sündteure Originalteil von Sony…? Welchen hast du und kannst du den weiterempfehlen?

    Viele Grüße
    Martin

    • Gletschersau sagt:

      Ich habe mir den Bundlestar Patona Premium besorgt. Der hat mit 1090 mAh die beste Kapazität. Der Akkutyp heißt NP-BX1. Falls du ein externes Ladegerät brauchst, gibt’s auch ein günstiges Paket mit 2 Akkus bei Amazon. Das ist auch ok.

      Originalakkus sind besonders in Bezug auf die Lebensdauer wesentlich besser, es ist aber fraglich, ob das den deutlich höheren Preis rechtfertigt.

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