Alpencross 2016 Wetterfrosch

Nun ist es nicht mehr lange bis zum Start unserer Transalp. Es wird Zeit, das Wetter etwas genauer zu analysieren. Dazu lese ich regelmäßig das Bergwetter vom Deutschen Alpenverein, die ihre Daten vom ZAMG-Wetterdienst Innsbruck beziehen und entsprechend aufbereiten.

Für uns ist das Wetter an den ersten vier Tagen der Tour entscheidend. Dann sind wir über den Alpenhauptkamm und das Wetter ist erfahrungsgemäß in den Südalpen eher wärmer. Regnen kann es natürlich trotzdem, aber solange die Temperaturen mild sind und es kein tagelanger Dauerregen ist, ist das halb so schlimm. Beim Alpenwetterbericht ist die Vorhersage für die kommenden 4 Tage immer halbwegs zuverlässig. Starke Wetterveränderungen und Kaltfronten würde man auf jeden Fall im Voraus mitbekommen. Außerdem ist es eine gute Idee, wenn man unterwegs ab und zu den Wetterdienst konsultiert.

Der Mai 2016 war recht kalt und der Juni (ähnlich wie letztes Jahr) sehr verregnet und eher zu kühl. Der Schnee konnte sich dadurch sehr lange in höheren Bergregionen halten. Im Juli gab es dann glücklicherweise einen Umschwung, das Wetter wurde teilweise schwül-heiß und es gab zwischendurch immer wieder heftige Regenschauer und Gewitter. In dieser Zeit ist viel vom Restschnee in den Bergen abgeschmolzen. Letzte Woche traf dann kurz eine Kaltfront auf die Nordalpen, bei der die Schneefallgrenze auf unter 2000 m gesunken ist. Es hat ein paar Tage lang sehr viel geregnet. Dann folgten zum Beginn dieser Woche ein paar Schönwettertage.

Aktuelle Wetterlage: Ab Freitag bis zum Beginn der nächsten Woche nimmt die Gewitterneigung zu, ganz besonders am Nachmittag. Die Temperaturen sinken etwas (Freitags auf 2000 m nachts 10 °C, tagsüber 15 °C). Freitag bis Montag ist mit gelegentlichen Schauern zu rechnen. Die nächste Woche beginnt kühler, aber ab Wochenmitte setzt sich wieder wärmeres Wetter durch. Es wird aber wahrscheinlich nördlich des Alpenhauptkammes wechselhaft bleiben. In Südtirol sieht es insgesamt etwas besser aus.

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Mit größeren Schneefeldern ist auf unserer Route nicht zu rechnen. Es kann natürlich sein, dass durch die vielen Niederschläge vereinzelt Wege in den Bergen ausgewaschen oder abgerutscht sind, aber das ist nichts Ungewöhnliches.

Das größte Risiko sind Wärmegewitter, die hauptsächlich Nachmittags auftreten können. Darauf sollte man vorbereitet sein und bei Gewitterrisiko exponierte Orte möglichst vermeiden. Für den Alpencross bedeutet das, dass wir im Falle akuter Gewitterneigung versuchen sollten, möglichst bis zum frühen Nachmittag über den Pass zu kommen. Für den Fall, dass man biwakiert sollte man sich einen Ort suchen, der einigermaßen windgeschützt und zusätzlich nicht steinschlaggefährdet ist.

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